Mittwoch, 28. Mai 2014

Dienstag, 27. Mai 2014

Direktvermarktungs-Pool wächst weiter

Das Interesse nach der Direktvermarktung von Strom aus EEG-Anlagen nach dem Marktprämienmodell steigt nicht rasant, aber kontinuierlich.Nach der jüngsten Pflichtmitteilung der vier Übertragungsnetzbetreiber wächst der Vermarktungspool für den Monat Juni wie im Vormonat um gut 750 MW auf nunmehr knapp 39 800 MW an – im Juli wird die Marke von 40 000 MW endlich geknackt werden, das ist absehbar. Weiter im Sinkflug ist dagegen das Interesse an der Vermarktung auf Basis des Grünstromprivilegs: Nur noch für 517 MW Ökostrom-Leistung wird diese Vermarktungsalternative in Anspruch genommen. Kein Wunder: Nach dem Kabinettsbeschluss zur EEG-Reform vom 8. April ist Ende Juli Schluss für das Grünstromprivileg.

Mit einer aus der EEG-Förderung abgemeldeten Leistung von 29 200 MW besteht nach wie vor in der Windbranche das größte Interesse an der Direktvermarktung. Im Vergleich zum Vorjahr sind mittlerweile Windpropeller auf See ans Netz gegangen und haben mit der Stromeinspeisung begonnen, im Juni ist nun eine Offshore-Leistung von etwa 622 MW in der Direktvermarktung. Diese Zahl wird im Verlaufe der kommenden Monate zunehmen, da noch mehrere Hochsee-Windparks teilweise beziehungsweise ganz ans Netz gehen werden. Die beiden Windenergieverbände Bundesverband WindEnergie und VDMA Power Systems rechnen bis Ende 2014 mit einer neu installieren Meereswind-Leistung von gut 1 500 MW.

Im Vergleich zum Vormonat wachsen auch die Direktvermarktungsbestände bei der Biomasse (3933 MW, + 228 MW) und der Photovoltaik (5190 MW, + 176 MW). Vor allem mit der obligatorischen Direktvermarktung, die die anstehende EEG-Reform ab dem 1. August vorschreibt, dürften auch diese Portfolien spürbar größer werden.

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Mai 26, 2014
Ralf Köpke
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Sonntag, 25. Mai 2014

Badenova verkauft mehr Strom und Gas

Die Badenova AG & Co. KG mit Sitz in Freiburg hat das Geschäftsjahr 2013 mit einem Jahresüberschuss von knapp 54 Mio. Euro abgeschlossen. Ein Jahr zuvor waren es noch 60,2 Mio. Euro. Seinen Strom- und Gasabsatz konnte der Versorger hingegen steigern.Der Bilanzgewinn belief sich im vergangenen Jahr auf 52,2 Mio. Euro. Das sind 3,43 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Die Badenova-Gruppe hat insgesamt einen konsolidierten Umsatz von 794,7 Mio. Euro erwirtschaftetet und somit 97,7 Mio. Euro mehr als 2012. Strom- und Gasabsatz sind hingegen im Vergleichszeitraum gestiegen. Beim Strom haben die Freiburger einen Mengenzuwachs von 28,7 % in ihrer Bilanz ausgewiesen. Insgesamt verkaufte der Versorger knapp 2,4 Mrd. kWh im vergangenen Jahr. Im Vorjahr waren es 1,85 Mrd. kWh Strom. Den Gasabsatz konnte das Unternehmen um 5,1 % auf 8,3 Mrd. kWh steigern. „Auslöser hierfür ist einerseits die kühle Witterung, aber auch, dass wir in allen Segmenten, Privat- und Geschäftskunden, gewachsen sind“, teilte Finanzvorstand Maik Wassmer mit. Die Erdgaspreise seien über den Jahreswechsel hinaus unverändert und somit seit drei Jahren stabil. Auf die Stromerzeugung mittels Gas hat Badenova nach eigenen Angaben auch 2013 verzichtet. Dies wäre ansonsten ein Verlustgeschäft geworden, so Wassmer. Daher stand die Gasturbine im Freiburger Wärmeverbundkraftwerk still. Die Badenova ist daran beteiligt. Auch die derzeitige Fördersituation bei der Biomasse verhindere, dass dieses bei Badenova junge Geschäftsfeld wirtschaftlich betrieben werden könne.

Zuwachs im Privatkundenbereich

Nach Auskunft einer Unternehmenssprecherin hat der Versorger derzeit etwa 140 000 Privatkunden und damit einen Kundenzuwachs. Im vergangenen Jahr seien es noch etwa 130 000 gewesen. Seit 2011 erhalten Privatkunden standardmäßig Ökostrom. Zudem hat der Versorger auch eine Reihe großer Unternehmen als Kunden gewinnen können, wie beispielsweise Puma, Microsoft Corporation oder die Sick AG, wie das Unternehmen offiziell mitteilte. Zudem konnte eine Steigerung bei der Gasnetzdurchleitung erzielt werden, hier stieg das Volumen von 15,56 auf 16,15 Mrd. kWh. Die Stromnetzdurchleitung betrug 2013 insgesamt 1,48 Mrd. kWh und somit rund 140 Mio. kWh mehr als 2012. Die Steigerung führt der Versorger unter anderem auf die übernommenen Netzgebiete zurück. Im Juli 2012 ist Bad Krozingen hinzugekommen und im Juli 2013 Heitersheim. Der Versorger aus Südbaden hatte 2013 außerdem eine gesellschaftsrechtliche Änderung: Aus der "kleinen" ist zum 1. Januar 2014 eine "große" Netzgesellschaft geworden. Damit seien Betrieb und Verkauf konsequent getrennt worden. Künftig wolle die Badenova-Gruppe weiterhin die Energiewende unternehmerisch voranbringen, dabei jedoch die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten. Bereits getätigte Investitionen zum Beispiel in Windenergie und den kommunalen Klimaschutz würden zwar die kommunale Energiewende voranbringen, „tragen jedoch nicht unmittelbar und kurzfristig zu mehr Ertrag bei“, teilte der Freiburger Versorger in seiner Bilanz mit.

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Mai 16, 2014

Heidi Roider

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Dienstag, 20. Mai 2014

Weniger Strom aus Gaskraftwerken in Bayern

Die für die öffentliche Stromversorgung zuständigen bayerischen Energieversorgungsunternehmen haben im vergangenen Jahr 13 % weniger Strom erzeugt als 2010. Der Stromverbrauch blieb hingegen beinahe konstant in Bayern.Ein Grund sind unter anderem wirtschaftliche Probleme, so der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) in einer Mitteilung. Vor allem der Rückgang bei Erdgas sei „dramatisch“. Laut den Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung waren es im vergangenen Jahr etwa 63,6 Mrd. kWh Strom. Im Jahr 2010 haben Kraftwerke der allgemeinen Versorgung noch rund 73 Mrd. kWh erzeugt. Maßgebliche Gründe dafür seien die Stilllegung des Kernkraftwerks Isar 1 im Jahr 2011 und der Rückgang der Stromerzeugung aus Erdgas um knapp 40 %. Damit hat Erdgas nach Informationen des VBEW im vergangenen Jahr etwa 3,6 Mrd. kWh weniger zur bayerischen Stromerzeugung beigetragen. Der Stromverbrauch hat sich im Vergleichszeitraum hingegen kaum verändert. Dieser Rückgang zeige, mit welchen wirtschaftlichen Problemen diese Anlagen derzeit kämpfen würden. „Wir brauchen diese Anlagen aber, denn sie garantieren unsere Versorgung immer dann, wenn der Strom aus Sonne und Wind nicht zur Verfügung steht“, sagt Wolfgang Brandl, Vorstandsvorsitzender von VBEW, auch mit Blick auf anstehende Kraftwerksabschaltungen.

Versorgungssicherheit geht alle an

Als nächstes geht 2015 das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld vom Netz. Damit fehlen laut VBEW-Angaben der öffentlichen Stromversorgung jährlich weitere 10 Mrd. kWh Strom. Mit den Kernkraftwerken Gundremmingen und Isar 2 würden dann nochmals rund 30 Mrd. kWh fehlen. „Es wird große Anstrengungen erfordern, diese Lücke unter Aufrechterhaltung von Versorgungssicherheit, Preiswürdigkeit und Umweltfreundlichkeit schließen zu können“, erklärte dazu Brandl. Das auch immer mehr Bürger Strom erzeugen würden, sehe er zwar positiv. „Aber allen sollte klar sein, dass sie damit auch eine Verantwortung für die gesamte Gesellschaft übernehmen und es nicht ausschließlich um die Optimierung der privaten Stromrechnung zu Lasten Dritter gehen dran“, teilte der VBEW-Vorstandsvorsitzende mit. Brandl hatte bereits Anfang des Jahres darauf hingewiesen, dass der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien „insbesondere davon abhängt, ob die Gesellschaft den Bau von weiteren Anlagen und Netzen sowie die damit verbundene Veränderung des Landschaftsbildes akzeptiert“.

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E&M powernews Mai 16, 2014

Heidi Roider

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Hamburg Energie verteuert Strom - Hamburger Abendblatt

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Hamburg Energie verteuert StromHamburger AbendblattHamburg. Nun auch noch Hamburg Energie. Nachdem bereits zum Jahresanfang viele Stromversorger in der Stadt ihre Preise erhöht haben, hebt nun auch der städtische Stromanbieter seine Tarife an. Zum 1. Juli steigt bei Hamburg Energie der Preis für ...and more »...Hamburg Energie verteuert Strom - Hamburger Abendblatt

Sonntag, 18. Mai 2014

Weitere Millionen für das Stromnetz - Mittelbayerische

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MittelbayerischeWeitere Millionen für das StromnetzMittelbayerischeZum einen geht es um die Instandhaltung der bestehenden Stromnetze. Zum anderen müssen die Mittel- und Niederstromleitungen weiter ausgebaut werden, um dem hohen Anteil ins Netz eingespeister regenerativer Energie Herr zu werden. Im Freistaat ......Weitere Millionen für das Stromnetz - Mittelbayerische

Samstag, 17. Mai 2014

Fundamental ist das Aktien-Glas halbvoll - GodmodeTrader.de Finanznachrichten

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Fundamental ist das Aktien-Glas halbvoll

GodmodeTrader.de Finanznachrichten

Die fallenden Preise an den Strombörsen im Zuge der Energiewende, der starke Euro und der milde Winter machen den Versorgern E.ON und RWE zu schaffen, die einen Rückgang des Konzernüberschusses um 13 bzw. 35 Prozent zum Vorjahr hinnehmen ......Fundamental ist das Aktien-Glas halbvoll - GodmodeTrader.de Finanznachrichten

Freitag, 16. Mai 2014

Referenzboard für SPSen - Elektronikpraxis

+++NEWS ZUR STROMWIRTSCHAFT+++
Referenzboard für SPSen

Elektronikpraxis

David Andeen, Maxim: „Alameda integriert eine Stromversorgung in ein bipolares vierkanaliges Analogausgangs-Modul.“ (Bild: VBM-Archiv). Das Subsystem Alameda (MAXREFDES24#) von Maxim Integrated ist ein hochflexibles bipolares vierkanaliges ......Referenzboard für SPSen - Elektronikpraxis

Dienstag, 13. Mai 2014

65 Jahre Energieforschung für die Energiewende - Juraforum.de

+++NEWS ZU ENERGIE UND RECHT+++

65 Jahre Energieforschung für die Energiewende

Juraforum.de

Der Umbau der Stromwirtschaft erfordert neue technische und marktwirtschaftliche Lösungen im Bereich Speicher und Netze. Im Projekt „Merit Order der Energiespeicherung 2030“ beschäftigt sich die FfE mit 13 Industriepartnern mit der Frage, welche ...and more »...65 Jahre Energieforschung für die Energiewende - Juraforum.de

Freitag, 9. Mai 2014

Verbund in schwierigem Marktumfeld


Die weiter gesunkenen Großhandelspreise für Strom sowie die witterungsbedingt um rund ein Drittel verringerte Stromerzeugung der Wasserkraftwerke verringerten das Verbund-Ergebnis im 1. Quartal 2014. Ein Problem steht auch dem österreichischen Finanzminister ins Haus.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) des Verbunds fiel im 1. Quartal 2014 um 33,9 % von 313,4 auf 207,1 Mio. Euro, das Konzernergebnis ging um 46,8 % von 77,0 auf 40,9 Mio. Euro zurück. Die Umsatzerlöse verringerten sich um 21 % von 861,6 auf 680,4 Mio. Euro. Als Gründe nannte der Verbund das „weiter gesunkene Niveau“ der Großhandelspreise für Strom sowie die verringerte Stromproduktion der Wasserkraftwerke. Infolge der im Vergleich zum 1. Quartal 2013 um 27 Prozentpunkte zurückgegangenen Wasserführung sank diese um 16 %. Dies entspricht einem Rückgang von 6,7 auf 5,6 TWh. Dramatisch zurückgegangen ist auch die Elektrizitätserzeugung im 800-MW-Gaskraftwerk Mellach II. Sie belief sich auf rund 45 GWh, im 1. Quartal 2013 waren es noch 284 GWh gewesen. Wie es mit Mellach II weitergeht, soll bis Jahresende entschieden werden.

Verzögern wird sich die für das 4. Quartal 2014 geplante Inbetriebnahme von Reißeck II, eines Projekts, mit dem die Leistung des Pumpspeicherkraftwerks Malta von rund 1 000 auf 1 430 MW steigt. Laut Verbund sind „zusätzliche Baumaßnahmen im Unterwasserbereich“ erforderlich. Daher werde Reißeck II erst Ende des 1. Quartals 2015 Strom liefern. Die geplanten Kosten von 385 Mio. Euro sollen aber eingehalten werden.

In eine entscheidende Phase geht das Genehmigungsverfahren für den zweiten Teil der 380-kV-Salzburgleitung vom Umspannwerk Salzburg zum Netzknoten Tauern. Anfang Juni findet in Salzburg die mündliche Verhandlung zu dem Vorhaben der Verbund-Tochter Austrian Power Grid (APG) statt. Mit dem Baubeginn ist laut APG frühestens Ende 2015 zu rechnen, mit der Inbetriebnahme im Jahr 2019.

Für politische Diskussionen könnten noch die finanziellen Wünsche des 51-%-Eigentümers Republik Österreich an den Verbund sorgen. Laut dem Ausgliederungsbericht zum jüngst beschlossenen Bundesbudget sind für dieses Jahr Dividendeneinnahmen von 177,2 Mio. Euro vorgesehen, 2015 sollen es 169,0 Mio. Euro sein. Allerdings beschlossen die Verbund-Eigentümer – inklusive des Vertreters der Republik Österreich − bei der Hauptversammlung am 9. April, im laufenden Jahr eine Dividende von insgesamt rund 230,3 Mio. Euro zu bezahlen, was 59,91 % des bereinigten Konzernergebnisses von 384,5 Mio. Euro entspricht. Dem Bund stehen davon etwa 117,5 Mio. zu. Finanzminister Michael Spindelegger fehlen daher bereits jetzt rund 59,7 Mio. Euro in seiner Bilanz für das laufende Jahr. Ob sich dies 2015 bessert, ist offen: Der Verbund erwartet ein Ebitda von 850 Mio. Euro und ein Konzernergebnis von 150 Mio. Rund 50 % des bereinigten Ergebnisses sind als Dividende vorgesehen.

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Mai 8, 2014

Klaus Fischer
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Bundesnetzagentur erwägt Einschränkung des Stromhandels mit Österreich


Nehmen die Stromexporte nach Österreich weiter zu, könnte in Engpasssituationen im Winter 2017/2018 der freie Stromhandel mit der Alpenrepublik ausgesetzt werden. Das geht aus dem Bericht der Bundesnetzagentur zur Versorgungssicherheit in den kommenden Wintern hervor. Statt auf Neubaukraftwerke zur Netzstützung setzt die Agentur auf einen Kapazitätsmarkt.
Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber und die Bundesnetzagentur erwägen, in Engpasssituationen Stromexporte nach Österreich notfalls einzuschränken, um das deutsche Stromnetz stabil zu halten. Das geht aus dem Bericht der Bundesnetzagentur zur Versorgungssicherheit in den kommenden Wintern hervor, der am 2. Mai veröffentlicht wurde. Derzeit bilden Deutschland und Österreich einen einheitlichen Strommarkt. Es kann also Strom unbegrenzt zwischen den beiden Ländern gehandelt werden. In Spitzenzeiten exportiert Deutschland heute schon 7 000 MW nach Österreich. Deshalb dränge sich auf, „die in den Marktmodellen angenommene beliebig hohe Exportierbarkeit von Strom nach Österreich an die physikalischen Realitäten und die ökonomische Vernunft anzupassen“.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur zeigen Berechnungen für den Winter 2017/2018, dass dann in manchen Stunden noch größere Strommengen zum Export nach Österreich anstehen könnten. Eine Reaktion könne darauf sein, zeitweise die Gebotszonen anders zuzuschneiden, wie aus dem Bericht hervorgeht. „Es ist im Einklang mit nationalen und europäischen Rechtsvorschriften gute Praxis, auftretenden Engpässen mit einer möglichst effizienten Bewirtschaftung der Kuppelkapazitäten zu begegnen“, heißt es in dem Bericht. Als Maßnahmen könnten koordinierter Redispatch oder das so genannte Market Coupling auf Basis von lastflussbasiert berechneten Kuppelkapazitäten in Frage kommen. Beim Market Coupling besteht die Möglichkeit, bei auftretenden Engpässen an den Kuppelstellen in verschiedenen Gebotszonen unterschiedliche Preise zuzulassen.
Solche Engpasssituationen können vor allem dann auftreten, wenn die Nachfrage nach Strom in ganz Europa und der Strompreis sehr hoch sind und gleichzeitig in Deutschland aufgrund von Wind und Sonne auch das Stromangebot sehr umfangreich ist. In diesem Fall könnten die Nord-Süd-Leitungen durch den unzureichenden Leitungsausbau in Deutschland durch die zusätzliche Nachfrage aus dem Ausland überfordert werden.

Den Neubau von Kraftwerken durch die Übertragungsnetzbetreiber nur zum Erhalt der Netzstabilität lehnt die Bundesnetzagentur in ihrem Bericht ab. „Insbesondere die längerfristigen Instrumente wie eine mögliche Weiterentwicklung der Regelenergie oder ein möglicher Kapazitätsmechanismus scheinen mit Blick auf die Schaffung von Anreizen zum Kraftwerksneubau besser geeignet“, heißt es in dem Bericht der Agentur. „Bei richtiger Ausgestaltung könnte so neben einem Beitrag zur Stabilität des Stromnetzes zugleich ein Einsatz zur Stützung des Strommarkts erreicht werden“, schreiben die Bonner Beamten.

Zusätzlich schlägt die Bundesnetzagentur in ihrem Bericht vor, künftig die Zulässigkeit der Stilllegung von Kraftwerken nicht nur in Übertragungsnetzen, sondern auch in Verteilnetzen zu prüfen. Bei Engpässen oder anderen Problemen im Verteilnetz sei der Übertragungsnetzbetreiber regelmäßig nicht in der Lage, Auswirkungen einer Kraftwerksstilllegung zu überprüfen. Zwar könnten derzeit durch eine entsprechende Auslegung der Rechtsvorschriften noch sachgerechte Ergebnisse erzielt werden. Dennoch würde sich eine Klarstellung anbieten, dass die Rechtspflicht zur Anzeige der geplanten vorläufigen oder endgültigen Stilllegung auch gegenüber dem Anschluss-Verteilnetzbetreiber sowie gegebenenfalls weiteren betroffenen Netzbetreibern gelte.

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Mai 5, 2014

Timm Krägenow
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