Dienstag, 20. Mai 2014

Weniger Strom aus Gaskraftwerken in Bayern

Die für die öffentliche Stromversorgung zuständigen bayerischen Energieversorgungsunternehmen haben im vergangenen Jahr 13 % weniger Strom erzeugt als 2010. Der Stromverbrauch blieb hingegen beinahe konstant in Bayern.Ein Grund sind unter anderem wirtschaftliche Probleme, so der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) in einer Mitteilung. Vor allem der Rückgang bei Erdgas sei „dramatisch“. Laut den Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung waren es im vergangenen Jahr etwa 63,6 Mrd. kWh Strom. Im Jahr 2010 haben Kraftwerke der allgemeinen Versorgung noch rund 73 Mrd. kWh erzeugt. Maßgebliche Gründe dafür seien die Stilllegung des Kernkraftwerks Isar 1 im Jahr 2011 und der Rückgang der Stromerzeugung aus Erdgas um knapp 40 %. Damit hat Erdgas nach Informationen des VBEW im vergangenen Jahr etwa 3,6 Mrd. kWh weniger zur bayerischen Stromerzeugung beigetragen. Der Stromverbrauch hat sich im Vergleichszeitraum hingegen kaum verändert. Dieser Rückgang zeige, mit welchen wirtschaftlichen Problemen diese Anlagen derzeit kämpfen würden. „Wir brauchen diese Anlagen aber, denn sie garantieren unsere Versorgung immer dann, wenn der Strom aus Sonne und Wind nicht zur Verfügung steht“, sagt Wolfgang Brandl, Vorstandsvorsitzender von VBEW, auch mit Blick auf anstehende Kraftwerksabschaltungen.

Versorgungssicherheit geht alle an

Als nächstes geht 2015 das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld vom Netz. Damit fehlen laut VBEW-Angaben der öffentlichen Stromversorgung jährlich weitere 10 Mrd. kWh Strom. Mit den Kernkraftwerken Gundremmingen und Isar 2 würden dann nochmals rund 30 Mrd. kWh fehlen. „Es wird große Anstrengungen erfordern, diese Lücke unter Aufrechterhaltung von Versorgungssicherheit, Preiswürdigkeit und Umweltfreundlichkeit schließen zu können“, erklärte dazu Brandl. Das auch immer mehr Bürger Strom erzeugen würden, sehe er zwar positiv. „Aber allen sollte klar sein, dass sie damit auch eine Verantwortung für die gesamte Gesellschaft übernehmen und es nicht ausschließlich um die Optimierung der privaten Stromrechnung zu Lasten Dritter gehen dran“, teilte der VBEW-Vorstandsvorsitzende mit. Brandl hatte bereits Anfang des Jahres darauf hingewiesen, dass der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien „insbesondere davon abhängt, ob die Gesellschaft den Bau von weiteren Anlagen und Netzen sowie die damit verbundene Veränderung des Landschaftsbildes akzeptiert“.

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E&M powernews Mai 16, 2014

Heidi Roider

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