Das Unternehmen stellte seine Geschäftszahlen für das Geschäftshalbjahr 2013/2014 am 16. Juni vor: Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) der Axpo sank demnach von 591 auf rund 448 Mio. Euro. Auch die konsolidierte Gesamtleistung (Umsatz) ging laut dem Unternehmen von 3,3 Mrd. Euro im Geschäftshalbjahr 2012/2013 auf 2,93 Mrd. Euro im abgelaufenen Geschäftshalbjahr 2013/2014 (1. Oktober 2013 bis 31. März 2014) zurück. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens ging leicht zurück von 42,3 auf 41,7 %. Das Unternehmensergebnis betrug 412 Mio. Euro, knapp 17 % weniger als 2012/2013 (495 Mio. Euro).

Der Energieabsatz ist im ersten Halbjahr 2013/2014 um 653 Mio. kWh (1,6 %) auf knapp 39,9 Mrd. kWh ab. Unter den gegebenen Marktbedingungen sei für das laufende Geschäftsjahr keine Verbesserung der Marge im Kraftwerksgeschäft zu erwarten, teilte die Axpo mit.

Axpo rechnet mit sinkendem Auftragsvolumen


Das Unternehmen werde aufgrund der „schwierigen Marktlage“ künftig zurückhaltend und gezielter investieren, entweder in den Betrieb bestehender Anlagen oder in erneuerbare Energien in Deutschland und Frankreich. Zu den wichtigsten Projekten zählt der Schweizer Konzern unter anderem die Bauarbeiten für die autarke Notstromversorgung im Kernkraftwerk Beznau, die voraussichtlich im Frühling 2015 abgeschlossen sein werden, sowie die Transadriatic Pipeline (TAP), das Pumpspeicherkraftwerkprojekt Linthal 2015 und das Windparkprojekt Global Tec I in der Nordsee. Auch der Bau des Pumpspeicherkraftwerks und der längsten Staumauer in den Glarner Alpen komme gut voran.

Wegen des anhaltend schwierigen Marktumfelds wird Axpo nach eigenen Angaben in den kommenden drei Jahren insgesamt 300 von den derzeit 4 460 Stellen abbauen. Außerdem dürfte das Auftragsvolumen insgesamt zurückgehen, da diverse Großprojekte in den nächsten Monaten fertiggestellt werden, hieß es dazu von dem Unternehmen. Wo und wann die Stellen wegfallen, ist noch offen.