Montag, 14. Juli 2014

Solarstrom-Speicherpark geht in Betrieb


 Bild: Fotolia.com, Dark Vectorangel


Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat am 11. Juli den nach
eigenen Angaben größten Solarstrom-Speicherpark Deutschlands in Betrieb
genommen.


Die für die Eigenstromproduktion entwickelte Anlage mit über 100 Systemkonfigurationen und einer Leistung von 1 MW integriert laut dem KIT leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterien, so dass der Strombedarf auch nachts und an Regentagen verlässlich gedeckt werden kann. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die Solarstrom-Produktion dadurch neuen Schub bekommen wird, weil sie viel kostengünstiger ist als der Bezug von Strom aus dem öffentlichen Netz“, sagte Projektleiter Olaf Wollersheim der Nachrichtenagentur dpa. Der Speicher-Solarpark auf dem KIT-Gelände in Leopoldshafen dient der Forschung. Mit diesem Park wollen die Forscher des KIT
untersuchen, wie eine Photovoltaikanlage betrieben werden muss, damit sie rentabel läuft und zugleich netzdienlich ist.  Umherauszufinden, welche Lastprofile wie am besten bedient werden können, sind die Teilanlagen daher nach unterschiedlichen Himmelrichtungen und Neigungswinkeln ausgerichtet. Auch die Anforderungen an Wechselrichter werden die Forscher durchspielen.
Sie seien das zentrale Bindeglied zwischen Solarmodulen, Batterien und  Stromnetz und „tragen dadaurch wesentlich zur Netzstabilität trotz schwankender Einspeiseleistung bei“.
Anlageninvestition von 1,5 Mio. Euro .

Der erzeugte Strom des Parks wird vom KIT selbst verbraucht. Damit lässt sich laut dem KIT im Verlauf eines Jahres etwa 2 % des Strombedarfs des KIT decken. Insgesamt wurden rund 1,5 Mio. Euro in die Anlage investiert. Dem stehe jedoch eine jährliche Kostenersparnis von rund
200 000 Euro gegenüber, bei einer Anlagenlebensdauer von 20 Jahren. Seit 2011 bündelt das Institut die Forschungsarbeiten zur Speicherung elektrischer Energie für mobile und stationäre Anwendungen im Projekt „Competence E“. In diesem Projekt sind 26 Institute beteiligt. Ziel ist es nach Informationen des KIT, innerhalb von sieben Jahren Batteriesysteme zu entwickeln, die im industriellen Maßstab zu Kosten von 250 Euro/kWh herstellbar sind.

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Juli 11, 2014

Heidi Roider

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