Samstag, 5. Juli 2014

Stromnetz Berlin erwirtschaftet weniger Überschuss


Bild: Fotolia.com, Rynio Productions
Die Stromnetz Berlin GmbH – eine Tochtergesellschaft der Vattenfall GmbH – erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 rund 120 Mio. Euro. Derzeit wird die Stromkonzessionen neu vergeben, um die sich die Stromnetz Berlin wieder beworben hat.Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung lag mit 120 Mio. Euro um 26,9 Mio. Euro unter dem Vorjahresergebnis von 146,9 Mio. Euro, schreibt die Netzgesellschaft in ihrem Geschäftsbericht. Der Jahresüberschuss wird komplett an Vattenfall abgeführt. Insgesamt erwirtschaftete die Stromnetz Berlin mit 815,4 Mio. Euro um knapp 11,5 Mio. Euro mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 14,24 Mrd. kWh Strom durch das Netz von Stromnetz Berlin geleitet. Die Erlöse aus der Netznutzung beliefen sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 504,5 Mio. Euro und erhöhten sich damit um knapp 6 %. Die Erlöse aus der KWK stiegen von 5,7 auf 18 Mio. Euro. Ein wesentlicher Grund für diesen Anstieg seien die höheren Preise für Anlagen bis 100 000 kWh. Auch die EEG-Erlöse erhöhten sich von 30,5 Mio. Euro auf 32 Mio. Euro. Der angegebene Grund hier: die höheren Auszahlungen von Marktprämien im Vergleich zum Vorjahr.

Stromkonzession läuft Ende 2014 aus

Im vergangenen Geschäftsjahr wurden laut der Stromnetz Berlin insgesamt 118,1 Mio Euro in die Erweiterung des Stromverteilnetzes investiert. Die wichtigsten Vorhaben seien die Neubauten der Umspannwerke Britz und Landjägerstraße sowie Netzerweiterungen gewesen. Insgesamt seien zum Erhalt und Ausbau der Netzinfrastruktur inklusive Messeinrichtungen 270,2 Mio. Euro aufgewendet worden. Die Stromnetz Berlin geht davon aus, im Jahr 2014 ein Ergebnis auf Vorjahresniveau zu erzielen. Derzeit läuft ein Vergabeverfahren für die Berliner Stromnetzkonzession. Der Konzessionsvertrag zwischen der Stromnetz Berlin und der Hauptstadt läuft Ende dieses Jahres aus. Um die Konzession bewirbt sich nicht nur der Altkonzessionär, sondern auch die landeseigene Berlin Energie. Bei Nichtgewinnung besteht laut Information der Stromnetz Berlin das Risiko, dass das wirtschaftliche sowie das rechtliche Eigentum am Verteilnetz auf den neuen Konzessionär gegen Leistung einer wirtschaftlichen Kompensation übergeht. Im Fall der Konzessionsvergabe des Berliner Gasnetzes wurde kürzlich das Bundeskartellamt eingeschalten. Diese Konzession wird ebenfalls von 2015 an neu vergeben. Die Berliner Gaswerke AG (Gasag) und die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg hatten kürzlich hatten kürzlich das Kartellamt eingeschalten. Zuvor hatte die Gasag bereits Klage beim Landgericht Berlin eingereicht. Anfang Juni hatte Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) erklärt, dass das landeseigene Unternehmen Berlin Energie bei der Vergabe zum Zuge kommen soll und nicht der derzeitige Betreiber Gasag. Nun prüft das Bundeskartellamt.

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Juli 03, 2014

Heidi Roider

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