Das Pumpspeicherkraftwerk in Sachsen-Anhalt wurde nach Informationen der Betreibergesellschaft Vattenfall einer kompletten Revision unterzogen. Nach Auskunft des Konzerns wurden unter anderem neue Generatoren zur Stromerzeugung eingebaut, eine neue Leittechnik installiert, die beiden Pumpspeichersätze überholt, die Triebwasserleitungen saniert und umfangreiche Betonsanierungsarbeiten an den Bauwerken in Ober- und Unterbecken durchgeführt.

Der Wirkungsgrad der Anlage konnte damit um 6 auf 78 % gesteigert werden. Zudem konnte die Anfahrzeit der Anlage auf volle Leistung mehr als halbiert werden. Nun braucht das PSW 120 Sek. von Stillstand auf vollen Turbinenbetrieb, und von Stillstand auf vollen Pumpbetrieb 180 Sek. Die Gesamtleistung beträgt 80 MW, die erzeugte Strommenge seit Inbetriebnahme im Jahr 1967 beläuft sich auf rund 4,1 Mrd. kWh. Die Menge, die dort erzeugt wurde, entspreche rein rechnerisch dem jährlichen Stromverbrauch von 26 000 Haushalten.

Speicher für Strom aus erneuerbaren Energien


Das Pumpspeicherwerk lief von 1967 bis 2012, nun soll die Anlage für weitere 40 Jahre laufen, teilte Vattenfall weiter mit. Das Werk solle hauptsächlich als Speicher für Strom aus erneuerbaren Energien genutzt werden.

Der Konzern wies jedoch auch darauf hin, dass die langfristige Wirtschaftlichkeit von Pumpspeicherwerken maßgeblich von den regulatorischen Rahmenbedingungen abhänge. Dafür bedarf es laut dem Konzern entsprechender Änderungen von Seiten des Gesetzgebers, „da bestehende Pumpspeicher durch die Belastung durch Netznutzungsentgelte auf Pumpstrom wirtschaftlich benachteiligt sind, was ihrer Rolle als Speicher für die weiter wachsenden erneuerbaren Energien sowie als Garant für die Netzstabilität nicht entspricht.“ Hohe Netznutzungsentgelte würden den Betrieb der Anlagen derzeit nahezu unwirtschaftlich machen.