Donnerstag, 7. August 2014

Vier Länder fördern Brennstoffzellen



Bild: Fotolia.com, XtravaganT 

Baden-Württemberg und Hessen haben Förderprogramme zur Markteinführung kleiner Blockheizkraftwerke (BHKW) mit Brennstoffzelle aufgelegt.

Immer mehr Bundesländer fördern die Mikro-BHKW mit Brennstoffzellen für Wohngebäude. Die Brennstoffzelle ersetzt in den kleinen, mit Erdgas befeuerten Blockheizkraftwerken den Verbrennungsmotor; sie ist effizienter und damit klimaverträglicher – aber auch noch erheblich teurer als ein Motor.

Nach Nordrhein-Westfalen und Sachsen haben jetzt auch Baden-Württemberg und Hessen Förderprogramme beschlossen. „Wir begrüßen diese Initiativen sehr“, sagt Manfred Stefener, Geschäftsführer des Münchener Geräteherstellers Elcore GmbH und Vorsitzender der VDMA Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen.

Mit den kleinen Energieerzeugern auf Basis von Brennstoffzellen komme eine neue Gerätegeneration auf den Markt, die für eine besonders effiziente Versorgung von Gebäuden mit Strom und Wärme geeignet sei, erklärte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller Ende Juni bei der Vorstellung des Förderprogramms „Wärmewende im Heizungskeller“.
 


Es soll dazu beitragen, Brennstoffzellen-BHKW im privaten und gewerblichen Einsatz im Leistungsbereich bis 10 kW am Markt zu etablieren. Antragsteller können über eine gestaffelte Förderung maximal 60 % der Kosten einer Anlage erstattet bekommen. Insgesamt stehen dafür 800 000 Euro zur Verfügung.

Die Förderung soll über so genannte Nachfragebündler vermittelt werden. Diese Akteure, beispielsweise eine kommunale Stelle, eine regionale Energieagentur, ein Contractor oder ein Unternehmen der Immobilienwirtschaft, beraten die Antragsteller und stellen den Kontakt zu Herstellern und Handwerksunternehmen her.

Einer der Nachfragebündler ist der Hersteller Elcore. Ab sofort könnten Antragsteller 2 400 Euro Förderung für das Brennstoffzellengerät Elcore 2400 erhalten, so das Unternehmen. Die Anträge müssten bis 30. September eingereicht werden. Der geplante Beginn der Installation müsse innerhalb der auf die Antragstellung folgenden sechs Monate liegen.

Marktintegration von Brennstoffzellen-BHKW angestrebt



Im Juli legte Hessen ein Förderprogramm auf. Bis zu 60 Anlagen werden dabei mit Zuschüssen von jeweils 50 % der Investitionskosten beziehungsweise maximal 17 550 Euro unterstützt. „Wir wollen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass die Potenziale, die diese effizienten Anlagen bieten, ausgeschöpft werden“, erklärte Mathias Samson, Staatssekretär im Hessischen Wirtschafts- und Energieministerium. Manfred Greis, Generalbevollmächtigter des Geräteherstellers Viessmann, dankte der Landesregierung für die „dringend notwendige Unterstützung bei der Marktintegration von Brennstoffzellen-Heizsystemen“.

Die am Callux-Projekt, dem bundesweit größten Praxistest mit mehreren hundert Brennstoffzellen-BHKW, beteiligten Unternehmen weisen darauf hin, dass es auch Fördermöglichkeiten für solche Anlagen aus Bundesprogrammen der KfW und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gebe. Dafür sei es zwingend erforderlich, den Antrag vor der Auftragserteilung zu stellen, so die Mitteilung weiter.

In Deutschland sind momentan rund 500 Brennstoffzellen-BHKW als Demonstrationsanlagen installiert. Hersteller wie Viessmann und Ceramic Fuel Cells bieten erste kommerzielle Anlagen zum Verkauf an. „Mit der Unterstützung der Landesregierung wird es nun auch für unsere Kunden in Hessen finanziell attraktiv, bis zu 50 Prozent CO2 einzusparen“, weist Andreas Ballhausen, Mitglied der Geschäftsleitung der Ceramic Fuel Cells GmbH, auf Klimaschutzeffekte beim Tausch einer alten Heizung gegen eine Brennstoffzelle hin. 
 
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August 6, 2014

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