Demnach haben kommunale Unternehmen im Jahr 2012 Umsätze von knapp 111  Mrd. Euro erwirtschaftet, davon wurden rund 8,7 Mrd. Euro investiert. Ein Jahr zuvor seien es noch 9,95 Mrd. Euro an Investitionen gewesen, teilte der VKU am 9. September mit. Der größte Rückgang ist laut dem Verband in der Stromwirtschaft zu verzeichnen. Hier seien 2012 rund 2,6 Mrd. Euro investiert worden und damit 0,6 Mrd. Euro weniger als noch 2011.

Nach Ansicht von VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck sind die unsicheren politischen Rahmenbedingungen das hauptsächliche Problem: „Die Daten aus der Mitgliederumfrage zeigen, dass die energiepolitischen Querelen nach den Ausstiegsbeschlüssen der Bundesregierung zu einer großen Verunsicherung geführt haben und die Investitionen gesunken anstatt gestiegen sind. Das ist besonders im Bereich der konventionellen Energieerzeugung zu spüren.“ Stetige Investitionen in Infrastrukturen sowie neue innovative Technologien seien aber von entscheidender Bedeutung, um die energiepolitischen Ziele zu erreichen.

Nach den Ergebnissen der Umfrage ist die Zahl der Beschäftigten weitgehend konstant bei über 145 000 Auszubildenden und Mitarbeitern. Im Endkundensegment haben die mehr als 1 400 VKU-Mitgliedsunternehmen einen Marktanteil von 46 % in der Stromversorgung, beim Gas beträgt der Anteil 59 %, 80 % in der Trinkwasser-, 65 % in der Wärmeversorgung und 26 % in der Abwasserentsorgung.