Sonntag, 21. September 2014

Wertberichtigungen drücken Axpo-Ergebnis




Bild: Fotolia.com, Rynio Productions


Gesunkene Strom-Großhandelspreise zwingen den Axpo-Konzern zu Wertanpassungen, die voraussichtlich das Betriebsergebnis des Geschäftsjahres 2013/2014 mit 1,5 Mrd. CHF (1,24 Mrd. Euro) belasten werden. Davon entfallen auf die Axpo Trading AG 560 Mio. CHF (463 Mio. Euro).
Von „beträchtlichen Wertanpassungen“ spricht der Energieversorger mit Sitz im schweizerischen Baden. Die Werthaltigkeit der Erzeugungsanlagen im In- und Ausland habe gelitten. Eigene Anlagen und Beteiligungen an Wasser- und Kernkraftwerken, Kleinwasserkraft- und Biomasseanlagen sowie Gaskombi- und Windkraftwerken im europäischen Ausland seien betroffen. Mittlerweile lägen die Erzeugungskosten einiger Anlagen bereits über dem Marktpreis.


Auch die langfristigen Bezugsverträge aus französischen Kernkraftwerken müssten neu bewertet werden, teilte das Unternehmen mit. Die bisherige Grundlage seien die Gestehungskosten der EdF aus den 1990er Jahren. Gleichzeitig werde die Abschreibungsdauer der Kernkraftwerke Beznau, Gösgen und Leibstadt verlängert, da aus heutiger Sicht ein Betrieb deutlich über die angenommene Periode von 50 Jahren hinaus möglich sei. Experten gingen laut dem Konzern davon aus, dass sicherheitstechnisch mindestens eine Betriebsdauer von 60 Jahren möglich sei. Diese 60 Jahre sollen nun als Abschreibungszeitraum in der Finanzbuchhaltung abgebildet werden.


Detaillierte Zahlen zum Ergebnis des Geschäftsjahres 2013/2014 (1.Oktober bis 30.September) sollen am 19. Dezember 2014 veröffentlicht werden.


Der vorstehende Beitrag zum Thema Axpo wurde bereitgestellt von:

 Energie & Management

September 15, 2014

Fritz Wilhelm

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