Freitag, 10. Oktober 2014

Liberalisierung im Strommarkt

 

Bild: Fotolia.com, daboost  

In der Schweiz sollen alle Verbraucher ab dem Jahr 2018 ihren Stromversorger frei wählen können. Ein entsprechendes Gesetz ist von der Regierung in Bern am 8. Oktober auf den Weg gebracht worden. Damit soll der Strommarkt in der Schweiz vollständig liberalisiert werden. Dem Gesetzentwurf zufolge können Verbraucher künftig einmal jährlich ihren Versorger wechseln, müssen dafür allerdings eine Kündigungsfrist von zwei Monaten einhalten. Kosten für den Versorgerwechsel dürfen den privaten Haushaltskunden nicht in Rechnung gestellt werden, meldet die Schweizer Nachrichtenagentur sda. Die Grundversorgungstarife der lokalen Stromversorger werden von der eidgenössischen Elektrizitätskommission (Elcom) geprüft und bei Bedarf herabgesetzt. Dadurch sollen auch diejenigen Kunden von der Liberalisierung profitieren, die sich nicht auf dem freien Markt nach einem günstigeren Versorger umsehen und weiterhin von ihrem Stammversorger beliefert werden. Bislang konnten in der Schweiz nur Großkunden mit einem Verbrauch von mehr als 100 MWh im Jahr ihren Stromanbieter frei wählen. Ursprünglich war die komplette Liberalisierung des Schweizer Marktes bereits mit dem Stromversorgungsgesetz von 2007 vorgesehen. Die Einführung für die privaten Stromverbraucher verzögerte sich aber, weil die Schweiz nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima 2011 zunächst eine neue Energiestrategie umgesetzt hat. Der jetzt verabschiedete Gesetzesentwurf wird nun von Kantonen, Parteien und Verbänden beraten. Diese sogenannte Vernehmlassung dauert bis zum 22. Januar 2015. Anschließend müssen der National- und Ständerat noch zustimmen, bevor das Gesetz in Kraft treten kann.

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Energie & Management

Oktober 8, 2014

Kai Eckert

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