Donnerstag, 20. November 2014

VKU-Bayern wählt neuen Vorsitzenden

Bild: Fotolia.com, Gina Sanders

Die VKU-Landesgruppe in Bayern hat einen neuen Vorsitzenden und diskutiert in Würzburg über ein IT-Sicherheitsgesetz und Speicheroptionen. Josef Hasler, Vorstandschef der N-Ergie AG in Nürnberg, wurde von der bayerischen VKU-Landesgruppe auf deren Versammlung in Würzburg zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Der 50-Jährige rückt vom Stellvertreterposten in den Vorsitz, den er von Götz-Ulrich Luttenberger, dem Geschäftsführer der SÜC GmbH in Coburg, übernimmt. Vor dem Hintergrund der energiepolitischen Debatte in Bayern sei es ihm ein wichtiges Anliegen zu verdeutlichen, dass die gut funktionierende Infrastruktur im Freistaat vor allem auf solider Arbeit der verantwortlichen Systembetreiber beruhe, betonte Hasler im Rahmen der zweitägigen Tagung. In dem von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner begonnenen Energiedialog ist die VKU-Landesgruppe eingebunden. Zur Diskussion steht in Würzburg unter anderem der Referentenentwurf zum IT-Sicherheitsgesetz. In diesem Zusammenhang erklärte der Verband, er begrüße den Ansatz des Bundesinnenministeriums auf Vorschlag der betroffenen Unternehmen und ihrer Verbände IT-Mindestsicherheitsstandards zu entwickeln. Er gab allerdings zu bedenken, Veröffentlichungspflichten, wie sein beispielsweise in der EU-Kostensenkungsrichtlinie für den Breitbandausbau gefordert werden, könnten im Widerspruch zum Schutzgedanken des geplanten IT-Sicherheitsgesetzes stehen. Als vordringlich sieht der Verband allerdings den Erhalt und Umbau der Versorgungsinfrastruktur, wobei die Wärmenetze eine dringend benötigte Speicheroption seien. „Wir können aus unseren Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) bei hohem Strombedarf Wärme speichern für behagliche Temperaturen in den Wohnungen unserer Kunden, wenn zu anderen Zeiten Wind und Sonne die Stromversorgung weitgehend abdecken“, so Hasler. „Damit ist die KWK eine bedeutende Flexibilitätsoption im sich verändernden Energiesystem. Klar müssen wir uns aber auch sein, dass gesicherte Leistung darüber hinaus einen eigenen Wert hat, der finanziell vergütet werden muss.“ Der VKU befürworte daher einen dezentralen Leistungsmarkt, der zum einen Versorgungssicherheit biete und zum anderen mittelfristig auch günstiger sei, als das derzeitige System fortzuführen.

Der vorstehende Beitrag zum VKU-Bayern wurde bereitgestellt von:

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November 18, 2014

Fritz Wilhelm

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