Sonntag, 14. Dezember 2014

Bne schlägt Flexmarkt vor

Bild: Fotolia.com, Gina Sanders
Mit regionalen Preissignalen will der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) erreichen, dass sich bei zunehmender fluktuierenden erneuerbaren Einspeisung Erzeugung, Verbrauch, Handel und Speicherung intelligent und marktnah an die aktuelle Lage im Stromnetz anpassen. Ein Konzept für eine „wettbewerblich und marktnah organisierte“ Nutzung von Flexibilität auf dem Energiemarkt hat der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) am 10. Dezember in Berlin vorgestellt. Die Flexibilisierung ist eines der wichtigen Themen für das Strommarktdesign der Zukunft, wie sich etwa im aktuellen Grünbuch des Bundeswirtschaftsministeriums erkennen lässt, erläutert bne-Geschäftsführer Robert Busch. „Der bne-Flexmarkt sieht ein System von regionalen Signalinfrastrukturen vor, die zusätzlich zum Börsenstrompreis mit einem Tag Vorlauf anzeigen, in welchem Umfang und zu welcher Uhrzeit ein flexibles Verbrauchsverhalten vor Ort notwendig ist“, erklärt Dieter Ploch, Leiter Umfeldmanagement bei der eprimo GmbH und Vorstand des bne. Das Konzept sieht vor, dass in einem ersten Schritt die zersplitterten deutschen Verteilnetze zu „regionalen Effizienzclustern ausreichender Größe“ zusammengefasst werden, um die komplexen Aufgaben der Energiewende wirtschaftlich bewerkstelligen zu können. Die Eigentumsrechte der kommunalen Betreiber blieben dabei unberührt. Industrie, Haushalts- oder Gewerbekunden, die ihren Verbrauch an die Bedürfnisse im Netz anpassen, sollen nach dem bde-Konzept von der Bereitstellung der Flexibilitäten profitieren. Dazu schlägt der Verband eine Reform der Netzentgeltsystematik vor, bei der sich die Netzentgelte an der Anschlussleistung orientieren, die um die als flexibel gemeldete Leistung reduziert werden soll. Dabei lasse sich das System aufkommensneutral gestalten, wenn „die zahlreichen schwerfälligen Sonderregeln der alten Energiewelt, wie beispielsweise Vergünstigungen in der Nachtzeit, durch ein echtes Flexibilitätskriterium ‚Energiewende-ready‘ gemacht werden“, betont bne-Geschäftsführer Busch. Das Konzept verspreche auch einen Anschub für intelligente Messsysteme, mit deren Daten die Vertriebe Geschäftsmodelle entwickeln und ihren Kunden Flexibilitätsprodukte anbieten können. „Mit dem bne-Flexmarkt können wir den Nutzen des Einbaus von Smart Metern deutlich steigern und die leidige Kostendiskussion auf einem anderen Niveau führen“, resümiert Ploch.


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Energie & Management
Dezember 10, 2014
Jan Mühlstein
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