Montag, 15. Dezember 2014

Netzbetreiber sichern Kapazität für den Winter

Bild: Peter Holz 


Die Gefahr von Versorgungsengpässen ist nach Ansicht der Übertragungsnetzbetreiber gestiegen. Die Versorgungssicherheit sei akut noch nicht gefährdet, teilten 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW in einer gemeinsamen Erklärung mit. Doch das Wörtchen „noch“ gibt einen Hinweis auf ihre weitere Einschätzung der Situation. So habe sich das Gefahrenpotenzial für Stromnetze und Versorgung im Vergleich zu vergangenen Jahren aufgrund der zunehmenden schwankenden Einspeisung erneuerbarer Energien und des Wegfalls konventioneller Kraftwerksleistung deutlich erhöht. Denn das zunehmende Nord-Süd-Gefälle zwischen Stromerzeugung und Verbrauch führe zu einer „extrem starken Belastung des Höchstspannungsnetzes.“ Besonders in den Wintermonaten könnten dadurch kritische Situationen auftreten. Daher sei es notwendig, Reservekapazitäten zu beschaffen. Bislang haben die Übertragungsnetzbetreiber für diesen Winter in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur 3 091 MW Reservekapazität gesichert. Im Januar sollen noch weitere 545 MW hinzukommen, da ab dann das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld bis zu seiner vorzeitigen Stilllegung Ende 2015 nur noch reduziert einspeisen wird. Nach Angaben der Übertragungsnetzbetreiber ist von Jahr zu Jahr mit einem höheren Reservebedarf zu rechnen. Im vergangenen Winter hätten noch 2 540 MW ausgereicht. Von den diesjährigen 3 636 MW entfallen 1 822 MW auf TenneT (Irsching Block 3, Staudinger Block 4 sowie Netzreserve aus Österreich), 1 479 MW auf TransnetBW (Großkraftwerk Mannheim Block 3, Kraftwerk Walheim Block 1 und 2, Dampfkraftwerk Marbach am Neckar sowie Netzreserve aus Italien) sowie 335 MW auf Amprion (Kraftwerk Mainz-Wiesbaden Block 2). Von 50Hertz wurde keine Reserve kontrahiert. Die Reservekraftwerksverordnung regelt die Beschaffung der Netzreserve. Die Bundesnetzagentur prüft und veröffentlicht den von den Netzbetreibern ermittelten Reservebedarf. Der vorstehende Beitrag zum Thema Netzbetreiber wurde bereitgestellt von:

Energie & Management

Dezember 10, 2014

Fritz Wilhelm

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