Die ersten sieben Windturbinen des Offshore-Windparks DanTysk rund 70 km westlich der Nordseeinsel Sylt haben mit der Stromeinspeisung begonnen. Im gemeinsamen Projekt von Vattenfall (Anteil: 51 %) und den Stadtwerken München (Anteil: 49 %) sind insgesamt 80 Hochseewindpropeller aus dem Hause Siemens mit jeweils 3,6 MW Leistung vorgesehen. Die Installation der Anlagen hatte Mitte April begonnen und war nach gut vier Monaten abgeschlossen. Nach Ablauf der obligatorischen Testreihen gehen die Windturbinen dieser Tage sukzessive ans Netz.

Damit ist absehbar, dass Deutschland wohl noch in diesem Jahr noch die 1 000-MW-Marke an installierter Leistung auf See erreichen wird. Auf der Habenseite standen Ende vergangenen Jahres rund 520 MW. In diesem Jahr ist Borkum Riffgat, ein gemeinsames Projekt von EWE und dem Projektentwickler Enova, mit einer Leistung von 108 MW hinzugekommen. Bis zum Jahreswechsel soll auch alle 80 Windturbinen im Projekt Meerwind Süd-Ost nach Aussage der Betreibergesellschaft WindMW in Betrieb sein. Wenn die Zuschaltung der DanTysk-Anlagen in den kommenden Tagen zügig erfolgt, könnte die 1 000-MW-Grenze bereits vor dem Weihnachtsfest überschritten werden.

Neben DanTysk dürfte es noch im Projekt GlobalTech I, an dem unter anderem die HSE AG und wiederum die Stadtwerke München beteiligt sind, und eventuell im EnBW-Ostseewindpark Baltic II zu ersten Stromeinspeisungen kommen.