Samstag, 31. Januar 2015

Plädiert Aigner für eine neue Stromtrasse?

 

Bild: Peter Holz 
Die Äußerungen der bayerischen Wirtschafts- und Umweltministerin Ilse Aigner zum Ausbau des Stromnetzes noch vor Ende des Energiedialogs sorgen in der CSU für Diskussionen. Die bayerische Wirtschafts- und Energieministerin Ilse Aigner (CSU) sorgt mit Äußerungen zum Bau von Stromtrassen im Freistaat für Diskussionen. „Ich bin mir sicher, dass wir nicht zwei Leitungen brauchen werden“, sagte Aigner dem „Münchner Merkur“ vom 22. Januar: „Wir halten nicht für die Überproduktion im Norden her.“ Von der Zeitung und von Nachrichtenagenturen war Aigners Aussage so gewertet worden, dass sie sich damit deutlich für den Neubau immerhin einer Trasse ausspreche. Dies stieß auf Kritik. „Wir werden über die Energiepolitik dann sprechen, wenn der Energiedialog zu Ende ist. Vorher gibt es keine Festlegung“, sagte der Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion, Thomas Kreuzer. Aus Parteikreisen hieß es, auch Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sei über den Vorstoß der Ministerin verärgert. Seehofer hatte im vergangenen Jahr beide geplanten Hochspannungsgleichstrom-Trassen abgelehnt, die Strom aus Norden und Osten nach Bayern bringen sollen.
Seit Herbst 2014 bis Anfang Februar 2015 führt die bayerische Staatsregierung einen Energiedialog mit allen Beteiligten, auch mit den Gegnern neuer Stromtrassen. Erst am Ende dieses Prozesses, voraussichtlich am 2. Februar, soll entschieden werden, ob und in welchem Umfang neue Leitungen in Bayern notwendig sind.
Aigner ordnete während einer CSU-Sitzung in Wildbad Kreuth ihre Äußerung ein. „Es wird dabei bleiben, dass wir erst den Dialog zu Ende führen“, sagte sie zum weiteren Verfahren, machte aber in der Sache keine Abstriche: „Es gilt immer noch, dass wir die Notwendigkeit von Trassen generell überprüfen und dass wir meinen, dass das, was vorgeschlagen ist, zu viel ist.“ Der Verband der bayerischen Wirtschaft sprach sich dafür aus, mindestens eine der beiden geplanten Leitungen zu bauen und die bisherigen Übertragungsnetze zu ertüchtigen. Zur Absicherung würden in Bayern zusätzlich auch Gasturbinen benötigt.
Der vorstehende Beitrag zum Thema  Stromtrassen wurde bereitgestellt von: Energie & Management

Januar 22, 2014

Timm Krägenow

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