Dienstag, 3. Februar 2015

RWE weiter für Kapazitätsmarkt

 

Bild: Fotolia.com, Ralf Urner 
Der Energiekonzern RWE plädiert dafür, die Diskussion über einen Kapazitätsmarkt nicht vorschnell zu beenden. Die derzeit extrem niedrigen Großhandelspreise für Strom verhinderten, sinnvoll zu produzieren, und seien kein Anreiz, in notwendige neue Kraftwerke zu investieren. Die wahren Kosten eines Kapazitätsmarktes könnten „äußerst gering“ sein, meint RWE-Vorstand Rolf Martin Schmitz mit Verweis auf die Erfahrungen in Großbritannien. Die Kosten eines volatilen Strommarktes fielen möglicherweise höher aus. „Der Kapazitätsmarkt ist noch nicht tot ist“, ist sich Schmitz sicher.
Und er hält ihn weiter für erforderlich, weil im Zeitraum 2020 bis 2022 aus Gründen der Versorgungssicherheit neue konventionelle Kraftwerkskapazitäten gebraucht würden, aber aus dem Energy-Only-Markt keine ausreichenden Investitionsimpulse zu erwarten seien. Schmitz hielte es deshalb für ein „Armutszeugnis“, wenn die Politik diese Debatte „nicht sachgerecht weiterführen“ wolle, erklärte er am Rande der Handelsblatt Jahrestagung Energiewirtschaft vor dem Hintergrund eines Interviews mit Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, in den sich dieser eher ablehnend gegenüber einem Kapazitätsmarkt gezeigt hatte.
Der Strompreisverfall zwingt den Konzern indes auch dazu, ungewohnte Wege zu gehen. Und dazu zählt auch die Möglichkeit, unrentable Gaskraftwerke beispielsweise in den Niederlanden abzubauen und nach Asien zu verkaufen. „Wir prüfen alle Optionen, mit unseren Kraftwerken noch Geld zu verdienen“, kündigt Schmitz an. „Es gibt weltweit Nachfrage nach gebrauchten Gasturbinen“, so der RWE-Vorstand.
Der vorstehende Beitrag zum Thema  RWE weiter für Kapazitätsmarkt  wurde bereitgestellt von:

Energie & Management

Januar 21, 2015

Peter Focht

Tel:+49 8152 9311-0

Fax:+49 8152 9311-22 info[@]emvg.de© 2014

E&M GmbH Alle Rechte vorbehalten




Energie & Management

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen