Sonntag, 1. Februar 2015

Teldafax-Manager vor Gericht

 

Bild: Fotolia.com, H-J Paulsen  
Vor dem Landgericht Bonn hat am 26. Januar der Strafprozess gegen drei ehemalige Manager des insolventen Billigstrom-Anbieters Teldafax begonnen. Mitte 2011 hatte Teldafax Insolvenz angemeldet. Nach Erkenntnissen der Ankläger was das zu spät, weil das Unternehmen schon zwei Jahre zuvor übergeschuldet gewesen sei. Zum Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit hatte Teldafax mehr als 700 000 Kunden. Der Insolvenzverwalter ermittelte einen Schaden von 500 Mio. Euro. Der erste Anlauf des Strafprozesses war vor einem Jahr kurz nach dem Start abgebrochen worden, weil sich das Gericht für nicht zuständig erklärt hatte.
Im nun begonnen Prozess wirft die Staatsanwaltschaft den Angeklagten gewerbsmäßigen Betrug, Insolvenzverschleppung und Bankrotthandlungen vor. Sie sollen unter anderem Hunderttausende Kunden geschädigt haben, weil diese Teldafax Vorauszahlungen für die Lieferung des vermeintlich günstigen Stroms geleistet hatten. Die Verteidigung hat zu Beginn der neuen Verhandlung die Einstellung des Verfahrens beantragt. Die Mängel eines ersten Prozesses, bei dem sich die Kammer vor einem Jahr für nicht zuständig erklärt hatte, seien nicht beseitigt worden, erklärte einer der Verteidiger laut Agenturberichten. Folgt das Gericht dieser Argumentation, müsste die Staatsanwaltschaft eine neue Anklage erheben.

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Januar 26, 2015

Andreas Kögler

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