Mittwoch, 18. Februar 2015

Windkraftrekord und sinkende Stromnachfrage

Bild: Fotolia.com, daboost

Ende Januar erreichte die Erzeugung von Windkraftstrom in Spanien eine neue Rekordmarke. Zugleich war der Stromverbrauch des Landes 2014 rückläufig. Das Winterwetter hat der Windkraft in Spanien einen neuen Rekord beschert. Wie der Übertragungsnetzbetreiber Red Electrica de España (REE) mitteilte, betrug die neue Maximalleistung am 29. Januar um 19:27 Uhr 17,5 GW – drei Prozent mehr als beim bisherigen Höchstwert vor zwei Jahren. Im letzten Jahr trug die Windenergie zu 20,4 % zum Stromverbrauch des Landes bei, erklärte REE außerdem. Damit war die Kernkraft mit 21,9 % wieder wichtigste Stromquelle. 2013 hatten beide mit 21,2 % noch gleichauf gelegen. Dahinter lag die Kohle mit 16,4 % (Vorjahr 14,6 %) und die Wasserkraft mit 15,4 % (14,2 %). Die Erzeugung in modernen Gaskraftwerken reduzierte sich auf 8,5 % (nach 9,5 % im Vorjahr). Die Photovoltaik leistete einen Beitrag von unverändert 3,1 %. Der Anteil solarthermischen Stroms kletterte um 0,3 auf 2,0 %. Insgesamt trugen die erneuerbaren Energien zu 42,8 % (2013: 42,2 %) zum Stromverbrauch in Spanien bei. Die eklatanteste Differenz zwischen Strombereitstellung und den installierten Kapazitäten waren beim Erdgas zu beobachten. Denn Gaskraftwerke machen 25 % der Gesamtkapazitäten aus, die REE per Ende Dezember 2014 mit 102,3 GW angab. Die Wasserkraft stellt 20 % des spanischen Kraftwerkparks. Der Stromverbrauch in Spanien ist auch 2014 wegen der immer noch anhaltenden Wirtschaftskrise weiter gesunken. Bereinigt um saisonale Effekte und Temperaturen lag er um 0,2 % unter dem Vorjahr. 2013 war er um 2,2 % rückläufig gewesen. REE gab den Bruttostromverbrauch des Landes 2014 mit 243,5 Mrd. kWh an. Der spanische Übertragungsnetzbetreiber hat im letzten Jahr 620 Kilometer neue Leitungen verlegt. Insgesamt summiert sich die Länge des Transportnetzes auf 42 760 km. Beim Stromaustausch mit den Nachbarländern wies REE für 2014 erneut einen Nettoexportüberschuss aus, der allerdings mit 3,5 Mrd. kWh um knapp 50 % unter Vorjahresniveau lag. Während Spanien aus Frankreich Strom per saldo importierte, gab es Elektrizität nach Andorra, Portugal und Marokko ab.

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Januar 30, 2015

Angelika Nikionok-Ehrlich

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