Samstag, 21. März 2015

Sonnenfinisternis - Countdown-Tag 3

Bild: Fotolia.com, Gina Sanders

Mittlerweile erreichen jede Stunde mehrere Pressemitteilungen die Herrschinger E&M-Redaktion, die sich alle um die partielle Sonnenfinsternis am Freitag drehen.So war es Voith Hydro wichtig, auf den Beitrag von Pumpspeicherkraftwerken zur Versorgungssicherheit hinzuweisen. Inwieweit diese Speicherkraftwerke am 20. März benötigt werden, hängt davon ab, wie das Wetter wirklich wird. Die Wetterdaten stabilisieren sich zunehmend, wie die von E&M Powernews befragten Experten von MeteoGroup Deutschland und energy & meteo systems (emsys) zeigen.

Im Vergleich zum Vortag zeigen die Wettermodelle nun die Zunahme des atlantischen Tiefdruckeinflusses in Deutschland noch etwas später, daher ist das Eintreffen der Bewölkung insgesamt weiter nach hinten verschoben worden. Damit, so die MeteoGroup-Experten, kann auch von einer höheren Solarstromeinspeisung gegenüber den vorherigen Prognosen ausgegangen werden.
Somit bestehen nun in weiten Teilen der Südhälfte Deutschlands und im Osten gute Chancen für den Blick auf die partielle Sonnenfinsternis. Im Norden ziehen dagegen bereits teils dichte Wolken vorüber und hier muss man Glück haben, um eine Wolkenlücke zu erhaschen, die kurz einen Blick zur Sonne hinauf erlaubt. Nach Nordwesten hin sind auch einige Wolkenfelder unterwegs, die jedoch noch größere Lücken haben.
Bild: MeteoGroup

Die aktuellen Leistungsprognosen für Deutschland (siehe Abbildung) sagen für 10 Uhr eine Einspeisung von etwa 12 GW vorher, das ist im Vergleich zu gestern eine Steigerung von 2 bis 3 GW. Diese fällt dann um 11 Uhr auf nur noch rund 4 GW, also ein Abfall der Leistung von 7 bis 8 GW innerhalb einer Stunde. Bis 12 Uhr soll die Leistung dann wieder auf rund 12 GW ansteigen, ein Plus von 1 GW gegenüber der gestrigen Prognose. Das Tagesmaximum wird mit 18 bis 19 GW um 13 Uhr erreicht, ein Plus von 4 bis 5 GW gegenüber den vorherigen Prognosen.

Die aktuellen Prognosen sind wieder auf das Niveau der Vorhersage vom 16. März gestiegen und die Wettermodelle sind sich auch recht einig, sagen die emsys-Fachleute. In Oldenburg sehen sich die Meteorologen sich mit ihrem am Montag veröffentlichten Ausblick bestätigt.
Es bleibt dabei, dass in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und dem nördlichen Niedersachsen die Sonnenfinsternis kaum zu beobachten sein wird. Hier wird eine geschlossene Bewölkung erwartet. Aber je südlicher man schaut, umso freundlicher wird es. In Nordrhein-Westfalen, Hessen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz sind – Stand heute − für den 20. März verbreitet mit Auflockerungen und längeren sonnigen Abschnitten zu rechnen. Der überwiegende Teil Ostdeutschlands sowie Baden-Württemberg und Bayern bleiben weitestgehend wolkenfrei. Vereinzelte Wolkenfelder sind allerdings möglich.
Bild: emsys
Die aktuellen Leistungsprognosen für Deutschland (siehe Abbildung) sagen für den kommenden Freitag für 10.30 Uhr eine Solareinspeisung von gut 6 Gigawatt vorher, die bis 12 Uhr mittags auf rund 21 GW ansteigt. Dies entspricht einer Zunahme von insgesamt rund 15 GW und einem Maximum von gut 4 GW (4,17 GW) in einer Viertelstunde. Quintessenz der emsys-Experten: Es wird spannend − sowohl für die Übertragungsnetzbetreiber als auch für die Hobbyastronomen.

Der vorstehende Beitrag zum Thema Sonnenfinsternis - Countdown-Tag 3 wurde bereitgestellt von:

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März 18 , 2015

Ralf Köpke

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