Dienstag, 28. April 2015

Gazprom übernimmt Erdgastankstellen von EnBW





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Die Karlsruher Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) hat ihr Erdgastankstellen-Netz an den russischen Gazprom-Konzern abgegeben.Bislang hat EnBW vier Erdgastankstellen in Stuttgart und Nagold (Kreis Calw) betrieben. Diese Anlagen hat nun Gazprom übernommen. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Im Zuge der Transaktion baut Gazprom sein Erdgastankstellen-Netz in Deutschland auf 28 Anlagen aus, bis zum Jahresende sollen es 35 sein. “Mit der Übernahme forcieren wir den Ausbau unseres Erdgastankstellennetzes und bekräftigen zugleich unser Engagement für den umweltschonenden Einsatz von Erdgas als Kraftstoff in Deutschland“, sagte ein Gazprom-Sprecher laut Agenturangaben. Bei EnBW hieß es, der Versorger richte sein Augenmerk verstärkt auf den Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.


Bundesweit gibt es etwa 920 Erdgastankstellen. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes mehr als 91 00 Personenwagen und Nutzfahrzeuge mit Erdgasantrieb neu zugelassen. Zum Jahreswechsel waren gut 81 000 Autos mit Erdgas unterwegs sowie 19 000 Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb und 100 800 mit Hybridantrieb.




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April 24, 2015


Andreas Kögler


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Bayern droht mit Klage gegen Stromtrassen





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Streit um die geplanten Höchstspannungstrassen behält sich Bayern eine Klage gegen den Bund vor.„Der Bund kann sich nicht einfach über die Länder hinweg setzen“, sagte der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) am 22. April in München der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Er muss landesplanerische Vorgaben beachten.“ Natürlich wäre es gut, wenn es am Ende einen Kompromiss gebe, sagte Söder zur Debatte über die beiden geplanten Trassen, die künftig Strom aus Nord- und Ostdeutschland nach Bayern leiten sollen. Söder: „Wenn das nicht möglich ist, wären wir auch bereit, das juristisch entscheiden zu lassen.“


Der Anlass von Söders Äußerungen: Der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, pocht laut Agenturberichten auf die Notwendigkeit beider Trassen. Homann hatte nach Medienberichten bei einem Besuch in München am 21. April erklärt, Bundesplanung gehe vor Landesplanung. Söder: „Aber eine Trasse darf nicht ohne Rücksicht auf den Landschaftsschutz und Bevölkerung überall geplant werden.“ Söder warnte für den Fall einer Klage vor möglichen „langwierigen Auseinandersetzungen“: „Das Verhältnis von Bundesplanung, Landesplanung und Raumordnung ist ein juristisch noch nicht sehr ausführlich bearbeitetes Gebiet.“


Zuvor hatte die bayerische Landesregierung bereits bekannt gegeben, dass es künftig eine Anti-Trassen-Klausel im Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP) gegen soll, nach der „schutzwürdige Landschaftsbereiche“ vom Leitungsbau ausgenommen werden können. Damit stellt Bayern die CSU die Planungshoheit des Bundes in Frage. Für die Netzplanung ist eigentlich der Bund zuständig − diesem Gesetz hatte 2013 auch die CSU zugestimmt.


Bundesnetzagentur arbeitet an Netzentwicklungsplan 2024


Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer widersetzt sich seit Monaten den gemeinsam beschlossenen Plänen, mit zwei neuen Höchstspannungstrassen den Anschluss von Bayern an Kraftwerke und Erneuerbare-Energien-Anlagen in Nord- und Ostdeutschland zu verbessern. Seehofer hatte wiederholt die Forderung erhoben, die Leitungen dürften nur gebaut werden, wenn zuvor ihre Notwendigkeit nachgewiesen sei.


Bis zum Sommer entscheidet die Bundesnetzagentur (BNetzA) über den Netzentwicklungsplan 2024. Zum Start der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Entwurf dieses Plans Ende Februar betonte die Behörde noch einmal, dass sie weiterhin Bedarf für neue Trassen sieht. Die großen Nord-Süd-Verbindungen seien „weiterhin als energiewirtschaftlich notwendig und vordringlich einzustufen“, sagte BNetzA-Präsident Homann. Gleichzeitig kam die Behörde in ihrer vorläufigen Bewertung jedoch auch zu dem Schluss, dass die ebenfalls bislang geplante Gleichstromverbindung vom Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein ins baden-württembergische Wendlingen „noch nicht erforderlich“ sei. Von den vorgeschlagenen 92 Maßnahmen hält die Bundesnetzagentur derzeit 63 für erforderlich.






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April  22, 2015


Heidi Roider


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Freitag, 24. April 2015

Die Steag behauptet sich





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Die Bilanz des Strom- und Fernwärme-Konzerns Steag trotzt dem Branchentrend – so jedenfalls deutet das Unternehmen seine Geschäftszahlen für 2014.„In einem zunehmend schwierigeren Marktumfeld haben wir uns behauptet“, erklärte Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Steag-Geschäftsführung, anlässlich der Vorstellung der Bilanz für das Geschäftsjahr 2014 am 21. April in Essen.


Der Konzern erwirtschaftete im vergangenen Jahr 3,13 Mrd. Euro Umsatz. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 390 Mio. Euro und stieg somit um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unter dem Strich blieben als Ergebnis nach Steuern nur noch 34 Mio. Euro übrig – das sind gut 160 Mio. Euro weniger als 2013 (199 Mio. Euro). Rumstadt nannte als Gründe dafür „schwieriger Marktbedingungen in der konventionellen Erzeugung in Deutschland“ sowie negative Sondereffekte aus Auslandsprojekten in Spanien und Brasilien“, unterstrich aber dennoch, dass die Steag eine „stabile Ertragslage“ halte.

Den größten Beitrag zum operativen Ergebnis (Ebitda) lieferten auch 2014 Kraftwerke und die Fernwärmeversorgung in Deutschland. Sie spülten 207 Mio. Euro in die Kassen. Einen positiven Effekt schrieb Rumstadt dem erst seit Ende 2013 betriebenen Steinkohlekraftwerk Walsum 10 zu. Auch Flexibilisierungsmaßnahmen und der „erfolgreiche Ausbau der Vermarktungskapazitäten“ hätten zum Erfolg beigetragen. Nahezu 100 Prozent der Kraftwerksleistung für 2015 und 70 Prozent für 2016 seien bereits vermarktet.

Bei der Fernwärme wirkte die milde Witterungslage in den Herbst- und Wintermonaten 2014 negativ auf das Ergebnis. Unabhängig davon wurde der Ausbau konsequent vorangetrieben: 2014 konnte die Steag nach Angaben der Geschäftsführung 227 Neuverträge mit einer Leistung von rund 16 MW akquirieren. Diese Wärmeleistung entspreche dem Bedarf von etwa 3 200 Wohnungen. Insgesamt deckt die von der Steag im vergangenen Jahr Fernwärme umgerechnet dem Bedarf von rund 400 000 Wohnungen. Versorgt werden Wohnungen im Ruhrgebiet und im Saarland.

Wachsender Geschäftsbereich Erneuerbare Energien

Immerhin 77 Mio. Euro und damit bereits etwa ein Fünftel des gesamten Ebitda trug der seit 2010 aufgebaute Geschäftsbereich Erneuerbare Energien des Steag-Konzerns bei. Die Saarbrücker Tochter Steag New Energies betreibt derzeit mit dem nun einspeisenden Windpark in Ullersdorf insgesamt neun Windparks in Deutschland, Frankreich und Polen mit insgesamt 118 MW Leistung.

Der Windpark Ullersdorf in Brandenburg (43 MW), mit einem Investitionsvolumen von rund 81 Mio. Euro das größte Projekt, ging im September 2014 in Betrieb. Die regionalen Versorger Emscher Lippe Energie (ELE, 12,2 Prozent) und Stadtwerke Düren (8,6 Prozent) haben mittlerweile Anteile an diesem Windpark erworben.

Das Auslandsgeschäft der Steag bewertete Rumstadt als „weiterhin stark“. Mit seinen in Kolumbien, auf den Philippinen und in der Türkei betriebenen Kraftwerken habe das Unternehmen ein operatives Ergebnis von 112 Mio. Euro erwirtschaftet. Ingenieurdienstleistungen und Kraftwerks-Nebenprodukte erbrachten ein Ebitda von 38 Mio. Euro.

Die Gesellschafter des Unternehmens − Stadtwerke in Duisburg, Dortmund, Bochum, Essen, Dinslaken und Oberhausen, die die Steag im September 2014 vollständig übernommen haben − können sich über 86 Mio. Euro Ausschüttung freuen.

Für die nächsten Jahre erwartet die Geschäftsführung des Essener Konzerns positive Veränderungen im Hinblick auf das Geschäft. Zu Beginn des neuen Jahrzehnts erwarte er eine Trendumkehr, „aufgrund derer insbesondere Steinkohle-Kapazitäten wieder vermehrt gebraucht werden“, sagte Rumstadt. „Steinkohle hat eine Zukunft, davon bin ich überzeugt.“

Als „treibende Kraft“ will sich das Unternehmen nach seinen Worten bei der geplanten Verbindung der Fernwärmeschienen in Nordrhein-Westfalen betätigen. Das im März von der Steag, der Energieversorgung Oberhausen und der Fernwärmeversorgung Niederrhein gegründete Gemeinschaftsunternehmen „Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr GmbH“ solle zu einem wesentlichen Baustein für das Erreichen der CO2-Klimaziele und zur effizienten Energieversorgung in Nordrhein-Westfalen entwickelt werden, kündigte er an.

Steag in Zahlen

20142013
Umsatz3,13 Mrd. Euro2,94 Mrd. Euro
Ebitda390 Mio. Euro366 Mio. Euro
Ebit244 Mio. Euro263 Mio. Euro
Ergebnis nach Steuern34 Mio. Euro199 Mio Euro
Investitionen481 Mio Euro364 Mio. Euro
Mitarbeiter6 4196034




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April 21, 2015

Peter Focht

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Donnerstag, 23. April 2015

KWK-Ziel abschaffen, Dienstleistungen der KWK vergüten





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Die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung sollte zukünftig am Leitbild „Klimaschutz und Flexibilität“ neu ausgerichtet werden. Das empfiehlt eine Studie der Beratungsgesellschaft LBD, die im Auftrag der Agora-Energiewende erstellt wurde.Diese Studie dürfte viele KWK-Verfechter auf die Barrikaden bringen, denn sie legt ein Abrücken von der Fixierung auf ein festes Ausbauziel nahe. Andere Zeiten bringen andere Erfordernisse mit sich, und das gilt auch für die Effizienztechnologie KWK. „Die Rolle von KWK-Anlagen wird sich im Rahmen der Energiewende deutlich ändern müssen“, sagt Patrick Graichen, Direktor der Agora-Energiewende. „KWK ist kein Wert an sich“, betont er, vielmehr müssten neue KWK-Anlagen spezifische „Dienstleistungen“ im neuen Energiesystem und im Wettbewerb mit anderen Optionen erbringen. Statt KWK-Anlagen wie bisher unabhängig von ihrem Beitrag zum Energiesystem und zum Klimaschutz zu fördern, sollten ihre Dienstleistungen wie etwa Systemdienstleistungen, die Bereitstellung von Strom und Wärme, Flexibilität und der Klimaschutz vergütet werden. Die künftige KWK-Förderung solle deshalb in ein „Energiewende-Markdesign“ eingebettet werden.


Studienautor Carsten Diermann bezweifelt, dass der bisherige KWK-Ausbau vor allem dem KWKG zu verdanken sei. Eine viel größere Rolle hätten die Vorteile des Selbstverbrauchs gespielt, die er allein auf gut 2 Mrd. Euro beziffert, wie auch die vermiedenen Netzentgelte. Denn durch diese entstünden nicht nur geringere Kosten, sondern auf der niedrigen Spannungsebene zahlten die Netzbetreiber die vermiedenen Netzentgelte auch noch an die Anlagenbetreiber aus, erläutert Graichen. Die Vorteile des Selbstverbrauchs erwiesen sich zudem als Hürde für die Flexibilität der Anlagen, weil es keine Anreize für verbrauchsorientierte Produktion gebe. Um Must-Run zu vermeiden, sollte zudem jede Anlage mit einem Wärmespeicher ausgestattet sein.


Klimaschutz und Flexibilität belohnen


Kriterium der Förderung sollte auch der Beitrag zum Klimaschutz sein. „Fossile Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sind im Vergleich zu ausschließlich stromerzeugenden Kraftwerken zwar deutlich effizienter, dennoch verursachen sie im Gegensatz zu erneuerbaren Energien immer noch klimaschädliche CO2-Emissionen – besonders, wenn es sich um KWK auf Basis von Kohle handelt“, verdeutlicht Graichen. „Bisher wurde bei der KWK nur auf die Einsparung von Primärenergie abgestellt, einen Klimaschutzbeitrag leisten eigentlich nur die gasbetriebene KWK und die biogene KWK, betont Diermann. Die KWK mit Biomasse wird über das EEG unterstützt.


Das KWKG sollte konsequenterweise gezielt klimaverträglichere Gas-KWK fördern, solange es keinen angemessenen CO2-Preis im Emissionshandel gibt. Allerdings, so Diermann, würde dies bei einem Festhalten am 25-%-Ausbauziel 7 bis 12 Mrd. Euro Investitionen erfordern, bei einer Förderung über fünf Jahre entstünden jährliche Förderkosten von 2 bis 3 Mrd. Euro. Die CO2-Vermeidungskosten würden damit bestenfalls bei 66 bis 100 Euro/t CO2 liegen, für kleinere Anlagen noch weit darüber. Ein auf 2020 bezogenes KWK-Mengenziel sei wegen der hohen Kosten und auch deshalb nicht sinnvoll, weil bis etwa 2020 der Markt für thermische Stromerzeugung schrumpfen werde.


„Die KWK sollte sich im langfristig im Markt behaupten“, unterstreicht der Berater, das heißt, sie sollte sich dem Wettbewerb mit anderen klimafreundlichen Flexibilitätsoptionen stellen und Geld verdienen mit den Erlösen aus dem Verkauf von Strom und Wärme, der Bereitstellung von Regelleistung und Systemdienstleistungen. Dabei hat sie gegenüber ungekoppelter Erzeugung Kostenvorteile bei der Brennstoffbeschaffung und CO2-Zertifikaten.


Schluss machen mit Über- und Nebenförderung


Eine weitere Empfehlung der Studie: Es sollte für Strom aus KWK-Anlagen keine Vergütung geben, wenn die Börsenstrompreise negativ sind. Dadurch würden Anreize gesetzt, die Anlagen mit Technologien zur Wärmespeicherung und –umwandlung (Power-to-Heat) auszurüsten und sie dadurch flexibel zu machen. Eine ähnliche Regelung gilt von 2016 an auch für neue Erneuerbare-Energien-Anlagen. Diermann hält auch eine Direktvermarktung für notwendig, damit insbesondere kleinere KWK-Anlagen, deren Strom derzeit von den Netzbetreibern aufgekauft wird, einen Anreiz hätten, auf die Spotpreise zu reagieren.


Die bisherige Zersplitterung der KWK-Förderung in Einspeisevergütung, vermiedene Netznutzungsentgelte, Vermeidung von Abgaben und Umlagen, Boni auf den Eigenverbrauch, Investitionskostenzuschüsse und zinsverbilligte Darlehen muss aus Sicht der Experten abgebaut werden, damit Betriebs- und Investitionsentscheidungen nicht mehr verzerrt werden. So könnten etwa die Vorteile des Selbstverbrauchs auf die KWKG-Förderung angerechnet werden, meint Graichen.


Die Studie „Die Rolle der Kraft-Wärme-Kopplung in der Energiewende“ ist abrufbar unter www.agora-energiewende.de





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April 21, 2015


Angelika Nikionok-Ehrlich


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EnBW baut 500 Stellen ab





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Bei der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) werden 500 Stellen abgebaut. Der Konzern hat sich mit den Arbeitnehmervertretern kürzlich geeinigt, sagte eine Sprecherin am 22. April auf Anfrage zu E&M Powernews.Die 500 Stellen bei dem Karlsruher Konzern sollen bis Ende 2018 nach und nach wegfallen. Der Abbau erfolge sozialverträglich, auf betriebsbedingte Kündigungen könne verzichtet werden, sagte die Sprecherin weiter. Die Stellen sollen hauptsächlich über Altersteilzeit eingespart werden. 300 Stellen sollen nach Informationen der EnBW im Bereich der konventionellen Erzeugung wegfallen, die restlichen 200 Jobs in Abteilungen, die aufgrund dessen nicht mehr benötigt werden, wie etwa im Controlling oder im Rechnungswesen.

Der Karlsruher Konzern hatte bereits im Herbst vergangenen Jahres einen Stellenabbau angekündigt. Bei der Vorstellung der Konzern-Bilanz im März 2015 hatte EnBW-Vorstandschef Frank Mastiaux als Abbau-Ziel 500 Stellen vorgegeben. Nach einem Überschuss von 51 Mio. Euro im Vorjahr hat die EnBW im Geschäftsjahr 2014 einen Konzernfehlbetrag von 450,7 Mio. Euro verbucht. Der Konzernfehlbetrag sei auf Wertberichtigungen auf den Kraftwerkspark sowie erhöhte Drohverlustrückstellungen für nicht mehr kostendeckende Strombezugsverträge zurückzuführen.

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter werde sich aber trotzdem nur geringfügig ändern, teilte der Konzern bereits im Oktober vergangenen Jahres auf Nachfrage von E&M Powernews mit. Der Grund sei, dass die EnBW auch Geschäftsfelder habe, in den sich das Unternehmen personell verstärken will. Dazu gehören etwa die regenerative Stromerzeugung sowie das Netzgeschäft.



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April 22, 2015

Heidi Roider

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Mittwoch, 22. April 2015

Zustimmung für Grünstrommarktmodell wächst




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Als zunehmende Unterstützung aus dem politischen Raum bewerten die Befürworter des Grünstrommarktmodells das jüngste Treffen der geschäftsführenden Fraktionsvorstände von Union und SPD in Göttingen.In dem Beschlusspapier heißt es unter der Überschrift „Verbraucherpreise im Griff halten“: „Als Alternative zur Direktvermarktung sollen – wie im EEG 2014 angelegt – Grünstrommarktmodelle geprüft und unter den im EEG geregelten Voraussetzungen eingeführt werden. Sie können Vertriebe stärker in die Vermarktung von EEG-Strom einbinden und die Akzeptanz der Energiewende erhöhen. Entscheidend ist dabei, dass solche Modelle europa-rechtskonform sind und gegenüber der Direktvermarktung keine Mehrkosten für die Stromkunden verursachen”. Die führenden energiepolitischen Köpfe beider Regierungsfraktionen äußern sich seit Wochen im gleichen Duktus. Nach wie vor warten die Regierungspolitiker und vor allem aber die Grünstrombranche, dass das Bundeswirtschaftsministerium eine mit der letztjährigen EEG-Novelle beschlossene Verordnungsermächtigung zur Einführung einer regionalen Ökostrom-Direktvermarktung an Endkunden umsetzt. Nach wie vor gehen Brancheninsider davon aus, dass eine Entscheidung vor Beginn der parlamentarischen Sommerpause fällt.


Wenig konkret ist in Göttingen der Beschluss zur anstehenden Novelle des Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetzes ausgefallen: „Auch hier gilt es, zügig für Planungs- und Investitionssicherheit zu sorgen“, heißt es in der Übersicht zu den gefällten Beschlüssen.




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April 17, 2015


Ralf Köpke


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Dienstag, 21. April 2015

Stilllegungen durch CO2-Abgabe nur Panikmache?





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Kraftwerksstilllegungen in größerem Maßstab, Verlust von Zehntausenden Arbeitsplätzen – dieses Szenario malen IGBCE und Länderchefs angesichts der geplante Klimaabgabe für ältere Kohlekraftwerke an die Wand. Die Erfinder des Instrumentes halten dagegen. „Wir gehen davon aus, dass es nicht zu substanziellen Stilllegungen kommt“, sagte Frank Peter, Energiewirtschaftsexperte von Prognos, bei einer Veranstaltung der Agora Energiewende zum Klimaschutzbeitrag am 16. April in Berlin. „Sehr wahrscheinlich“ werde es auch „keinen Dominoeffekt“ geben, allenfalls wird nur mit einem leichten Rückgang bei den Braunkohletagebauen gerechnet. Entsprechend würden auch „keine substanziellen Beschäftigungseffekte“, das heißt, massenhafte Entlassungen in der Braunkohle-Wirtschaft, erwartet.


Dass es zu 10 GW Stilllegungen kommen könnte – eine Hypothese, die das HWWI formuliert hat − ist für Felix Matthes vom Öko-Institut nicht nachvollziehbar. „Es ist ein selektiver Mechanismus“, betont der Wissenschaftler, der vier Monate lang in Rahmen einer Task Force des Bundeswirtschaftsministeriums das Instrument Klimaabgabe mit erarbeitet hat. Die Vorgabe sei klar gewesen: Es solle dadurch nicht zur Stilllegung von Kraftwerken kommen, Strukturbrüche sollten vermieden werden. Und die Betreiber sollten bei der Umsetzung Flexibilität haben.


Angesichts der Tatsache, dass trotz des massiven Ausbaus der erneuerbaren Energien das Emissionsniveau der Energieerzeugung seit 1995 stabil geblieben, dabei aber die Emissionen der Braunkohleverstromung in den vergangenen Jahren sogar gestiegen sind, muss etwas getan werden. Denn sonst, so erläutert Nicolai Herrmann von der Beratungsgesellschaft Enervis, könnte das Ziel, die deutschen CO2-Emissionen bis 2020 um 40 % zu senken, um 90 Mio. t verfehlt werden. Der Kraftwerkssektor soll durch zusätzliche Minderungen von 22 Mio. t CO2 dazu beitragen, die „Handlungslücke“ zu schließen. Die Emissionen der Stromerzeugung liegen aktuell bei rund 350 Mio. t CO2 und sollen bis 2020 insgesamt auf 290 Mio. t sinken. Die effizienten Minderungspotenziale bei Steinkohle und Erdgas sind laut der Analyse weitgehend ausgeschöpft, so dass nun auch die Braunkohle ihre Emissionen mindern müsse.


Neue Steinkohleanlagen profitieren


Die Kombination der beiden Elemente Emissionsfreibetrag, der bei rund 270 Mio. t CO2 liegen soll, und Klimabeitrag sei wesentlich, so Matthes. Denn der Freibetrag ermögliche den Unternehmen die betriebswirtschaftliche Optimierung ihres Kraftwerkseinsatzes. Einige würden ihre Produktion einschränken. „Für einige Betreiber kann es aber auch vorteilhaft sein, für einen Teil ihrer Emissionen die Klimaabgabe in Form von Zertifikaten zu zahlen“, verdeutlicht Matthes, wenn sie etwa die Stunden mitnehmen wollten, in denen der Strompreis hoch ist. Kraftwerksbetreiber würden laut den Berechnungen bei einem Klimabeitrag von 18 bis 20 Euro/t CO2 nach ihrer betriebswirtschaftlichen Optimierung lediglich für rund 20 Mio. t CO2 den Klimabeitrag zahlen, das heißt für 90 % der Stromerzeugung zahlten sie keinen.


Um eine kosteneffiziente CO2-Vermeidung im Stromsektor zu erreichen, wurden die Brennstoffwechselkosten analysiert. Dabei ergibt sich der „robuste Trend“, dass insbesondere der Wechsel von alten Braunkohlekraftwerken zu neuen Steinkohleanlagen und der Wechsel von alten Steinkohlemeilern zu neuen Erdgaskraftwerken am kosteneffizientesten sind. „Der Klimabeitrag in der jetzigen Ausgestaltung betrifft bis zum Jahr 2020 insbesondere die sehr alten emissionsintensiven und hochwirtschaftlichen Braunkohlekraftwerke“, die in der Merit-Order hinter die neuen Steinkohlekraftwerke verschoben werden, resümiert Matthes. „Steinkohlekraftwerke werden wegen der bereits sehr starken Reduzierung ihrer Volllaststunden kaum betroffen“, sagt Prognos-Experte Peter. Jüngere Steinkohleanlagen wie etwa Moorburg und Karlsruhe würden durch weniger Braunkohleverstromung profitieren und sogar auch 35 bis 40 Jahre alte Steinkohlekraftwerke, meint er.


Wird es also zu Stilllegungen von Braunkohlekraftwerken kommen? Ganz ausschließen können das die Experten nicht. Während das BMWi um diese Frage herumeiert, stellt Patrick Graichen von der Agora Energiewende klar: „Ja, es geht bei der Energiewende um einen Strukturwandel“, und das sollte man den Leuten auch ehrlich sagen. Im Zeitraum bis 2020 würden die ältesten Stein- und Braunkohlemeiler, das sind solche mit einem Lebensalter von 40 bis 45 Jahren, stillgelegt. Das heißt, ihre technische Betriebsdauer würde nur um einige Jahre verkürzt. Sie könnten jedoch übergangsweise in einer Kapazitätsreserve verbleiben. Alte Steinkohleanlagen werden hingegen zunehmend durch erneuerbare Energien verdrängt. Für KWK-Anlagen und Kuppelgas-Verstromung soll es Sonderregelungen geben. Sie erhalten Gutschriften bei der Emissionsbewertung analog der Regelungen im EU-Emissionshandel.


Weil die preissetzenden Steinkohle- und Gaskraftwerke in der Regel nicht belastet werden, sind laut den Berechnungen auch die Strompreiseffekte sehr moderat. Bei einem Zertifikatepreis von 18 Euro/t CO2 würde der Großhandelspreis laut den Berechnungen um 2 Euro/MWh steigen, für Haushaltsendkunden würde er nur um etwa 0,2 Cent/kWh teurer, während gleichzeitig die Differenzkosten des EEG-Kontos sänken.


Trotz Kompensation im Ausland Netto-Minderungseffekt


Das Argument, der Klimabeitrag nütze nichts, weil durch die Klimaabgabe die Kohleverstromung ins Ausland verlagert werde, stimmt so nicht, wie die Experten verdeutlichen. Netto bleibt laut ihren Berechnungen immer noch ein CO2-Minderungseffekt von gut 50 %: Brutto würden durch die Klimaabgabe 50 Mio. t CO2 in Deutschland weniger emittiert, durch die Kompensationswirkung im Ausland reduziere sich dies auf netto 26,7 Mio. t, erläutert Enervis-Experte Hermann. „Die Exportüberschüsse schmelzen deutlich ab, dennoch ist nicht zu erwarten, dass Deutschland bis 2020 zum Netto-Stromimporteur wird“, betont er.





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April 17, 2015


Angelika Nikionok-Ehrlich


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Montag, 20. April 2015

Baumgärtner: Die Grünstromkunden wollen wirklichen Ökostrom kaufen





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Clean Energy Sourcing (Clens) zählt bundesweit zu den führenden Grünstromlieferanten für Industrie- und Gewerbekunden. Mit Dr. Frank Baumgärtner, dem neuen Vorstandschef, sprach E&M über die Perspektiven des Unternehmen − mit und ohne Grünstrommarktmodell.E&M: Herr Dr. Baumgärtner, wie groß ist die Zahl der Leute in der Energiewirtschaft, die derzeit wissen, dass Sie neuer Vorstandschef von Clean Energy Sourcing sind?


Baumgärtner: Nicht viele.


E&M: Warum?


Baumgärtner: Wir haben in den vergangenen Monaten mehr mit uns zu tun gehabt, als das wir uns nach außen gezeigt haben.


E&M: Was damit zusammenhängt, dass Ihr Vorgänger und Clens-Mitbegründer Thomas Pilgram seinen Posten räumen musste. Warum?


Baumgärtner: Das ist ein kompliziertes Thema. Alles hängt mit ungelösten Steuer-Fällen aus den Jahren 2009 und 2010 zusammen, die aber so bedeutend waren, dass der Rücktritt von Thomas Pilgram unvermeidbar gewesen ist.


E&M: Was wird bei Clens anders ohne Pilgram werden, der stets das Gesicht des Unternehmens nach draußen war? Oder wird überhaupt etwas anders?


Baumgärtner: Mit unserem starken Team machen wir weiter wie bisher, keine Frage. Unser Kerngeschäft, das auf den drei Säulen Belieferung, Flexibilitätsmanagement und Beschaffung beruht, werden wir ohne Abstriche fortführen und forcieren. Und ganz klar, wir wollen wachsen, und zwar nicht nur allein in Deutschland.


E&M: Sehen Sie Clens künftig mehr als Energiedienstleister oder als grünes Stadtwerk?


Baumgärtner: Ganz klar als Energiedienstleister. Wir planen daher auch keinen großen Einstieg in das Geschäft mit den klassischen Privatendkunden, das ist schon ein entscheidender Unterschied. Das heißt, wir bauen keine eigene Strommarke auf. Wir fokussieren auf Energiemanagment-Aufgaben, die mit der Energiewende zusammenhängen. Der gewerbliche oder industrielle Konsument kann beispielsweise als Betreiber einer Biogasanlage zehn Minuten später schon Produzent sein und wieder umgekehrt. Auf solche Wechsel unserer Kunden sind wir eingestellt. Wenn jemand ins Endkunden-Geschäft drängt, dann sind das die von uns betreuten Anlagenbetreiber. Dann gibt es eine ganze Reihe, die regionale Stromprodukte anbieten wollen. Deshalb ist es wichtig, dass wir das Know-how und Equipment parat haben.


E&M: Sie betonten, dass Clens auf seine bewährte Drei-Säulen-Strategie setzt. Ist das Ihre Antwort auf den zunehmenden Wettbewerb bei der Direktvermarktung von Strom aus EEG-Anlagen, bei denen Ihr Unternehmen mit zu den führenden Anbietern zählt?


“Bei der Direktvermarktung werden zwei, drei, vier Player übrig bleiben”


Baumgärtner: Ganz eindeutig ja. Für uns ist es derzeit ein Rätsel, wie einige Direktvermarkter bei den derzeitigen Preisen mit mittelgroßen, allein auf Windenergie basierenden Portfolien versuchen, Geld zu verdienen. Bei dem Kostenapparat beispielsweise für den 24/7-Handel, der mit der Direktvermarktung unweigerlich verbunden ist, können solche Unternehmen nicht auf den grünen Zweig kommen. Wir sind deshalb froh um unsere Belieferung und das Flexibilitätsmanagement.


E&M: Also, wird sich die Konsolidierung in diesem Marktsegment verstärken?


Baumgärtner: Es werden, zwei, drei, vier Player übrig bleiben. Wenn ich jetzt sehe, dass die ehemals Großen Vier in das Direktvermarktungsgeschäft drängen, dann kann ich nur sagen, dieser Schritt wird ihre Probleme nicht lösen. Um den gesamten deutschen Markt bei der Direktvermarktung zu managen, bedarf es vielleicht 400 Mitarbeiter insgesamt, wenn überhaupt. Angesichts von tausenden Arbeitsplätzen, die Eon, RWE & Co. schon abgebaut haben und weiter abbauen müssen, ist das ein Klacks.


E&M: Im Jahr 2013 hatten Sie rund 4 Terawattstunden Grünstrom geliefert. Wie sehen die Zahlen für das vergangene Jahr aus?


Baumgärtner: Wir liegen derzeit bei einem Absatz von rund 2 Terawattstunden. Bei uns ist durch den Wegfall des Grünstromprivilegs mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im vergangenen August mehr oder weniger die Belieferung von Weiterverteilern komplett zusammengebrochen. Wir sind etwa auf die 2 Terawattstunden zurückgefallen, die wir bereits 2013 an rund 150 Kunden aus dem Industrie- und Gewerbebereich geliefert haben. Zurzeit beobachten wir, dass die Mengen pro Kunde eher abnehmen, die Zahl der Kunden insgesamt eher steigt. So liefern wir mittlerweile Ökostrom auch an den produzierenden Mittelstand oder mittelgroße Gewerbekunden.


E&M: Setzen Sie, um Ihren Absatz anzukurbeln, auf das von Ihnen mitinitiierte Grünstrommarktmodell?


Baumgärtner: Wenn dieses oder ein ähnliches Modell für die regionale Ökostrom-Direktvermarktung an Endkunden kommt, gehen wir davon aus, dass wir mittelfristig deutlich mehr als 4 Terawattstunden liefern werden. Wir hoffen, dass die Bundesregierung im Energiewendeland Deutschland ein Einsehen hat, dass es hierzulande genügend Kunden gibt, die explizit deutschen Ökostrom kaufen wollen. Auch im Autoland Deutschland ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Kunden deutsche Autos kaufen können. Das ist derzeit unsere größte Baustelle: Das Gros der Grünstromkunden wollen wirklichen Ökostrom kaufen, nicht grün gemachten.


E&M: Welche Signale empfangen Sie aus Berlin: Setzt das Bundeswirtschaftsministerium die in der EEG-Novelle festgeschriebene Verordnungsermächtigung für die regionale Ökostrom-Direktvermarktung um?


Baumgärtner: Ja, es gibt mittlerweile eine breite werdende Unterstützung für dieses Ansinnen. Nicht nur Ökostromunternehmen und Verbände, sondern auch der Bundesverband Neue Energiewirtschaft und der DIHK, sprich die Abnehmerseite, zählen zu den Befürwortern. Bevor jetzt die Frage kommt, wann mit Verordnung zu rechnen ist, will ich nur sagen: Wir rechnen mit einer Entscheidung im Juni.










Frank Baumgärtner: “Bei Partnerschaften muss unser Logo nicht vorne stehen.”
Bild: Clens Energy Sourcing/Matthias Knoche

E&M: Bei Ihrem Optimismus gehen wir davon aus, dass Sie schon Pläne für diesen Tag X in der Schublade liegen haben. Was ist von Clens zu erwarten, wenn die Verordnungsermächtigung kommt?


Baumgärtner: Nach diesem Modell werden wir unsere aktuellen Kunden und auch die, die wir zurückgewinnen wollen, mit echtem Grünstrom beliefern. Die Frage wird sein, wie schnell schaffen wir und können wir unsere Marktposition ausbauen. Ich gehe mal davon aus, dass das Grünstrommarktmodell für die kommenden fünf oder zehn Jahre bestand haben wird. Wir bauen für den Vertrieb eine Reihe von Partnerschaft aus, die bereits heute bestehen oder die derzeit verhandelt werden. Klar ist, dass wir diesen Partnerschaften unser Logo nicht immer vorne stehen haben müssen.


E&M: Also, heißt es derzeit Warten auf den Weißen Rauch aus Berlin?


Baumgärtner: Damit kein falscher Eindruck entsteht: Wir wachsen, unsere Geschäfte laufen, und zwar profitabel – auch ohne das Grünstrommarktmodell . Mit der Verordnungsermächtigung bekommt der Grünstrommarkt aber eine neue Qualität für die Endkunden. Wir können da weniger für die Haushaltskunden sprechen, sondern wissen von unseren Industriekunden, dass sie ganz großen Wert auf deutschen Ökostrom legen. Kommt die Verordnung, erwarten wir eine verstärkte Nachfrage aus Industrie- und Gewerbekreis nach Grünstrom. Kommt die Verordnung, von deren Sinnhaftigkeit wir die Abgeordneten der Regierungsfraktionen in Berlin nicht mehr überzeugen müssen, löst das einen Wettbewerb um bessere Ideen und Innovationen aus, auf den wir uns freuen.


Zur Person
Dr. Frank Baugärtner, Jahrgang 1962, ist seit 2010 in der Energiewirtschaft tätig. Zuvor hatte er fast anderthalb Jahrzehnte für TellSell Consulting gearbeitet, eine auf Vertriebsberatung spezialisierte Agentur. 2010 gründete Baumgärtner die TeraJoule Energy GmbH, die als Mehrheitsgesellschafterin die spätere Clean Energy Sourcing GmbH von Q-Cells übernommen und das virtuelle Kraftwerk in die Clens eingebracht hat. Dem Clens-Management gehört Baumgärtner seit Ende 2012 an.


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April 16, 2015


Ralf Köpke


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Sonntag, 19. April 2015

Regelenergie aus dem Schwarm





Bild: E&M


Lichtblick bietet die Leistung von 400 Mini-BHKW am Sekundärregelmarkt an, die als Baureihe präqualifiziert wurden.Als Quantensprung für die Energiewende bezeichnete Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei Lichtblick, das Regelenergie-Projekt. „Damit schaffen wir eine Blaupause für ein sicheres Stromnetz auf der Basis intelligenter und flexibler Mini-Kraftwerke“, so Lücking. In seiner Forschungsphase erhielt das Projekt Fördergelder vom Bundeswirtschaftsministerium.

Das Neuartige des nun vorgestellten Ansatzes ist die Präqualifizierung der sogenannten ZuhauseKraftwerke in einem standardisierten Verfahren als ganze Baureihe. Bisher mussten sich Anlagen im Regelenergiemarkt zur Präqualifizierung immer einer Einzelprüfung unterziehen, was laut Lichtblick für Mini-BHKW unwirtschaftlich wäre. In einem nächsten Schritt will Lichtblick BHKW anderer Betreiber in den Regelenergiemarkt bringen und mit Wärmepumpen und Batterien sowohl positive als auch negative Regelenergie anbieten.




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April 15, 2014


Fritz Wilhelm


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Samstag, 18. April 2015

Seehofer will eine Anti-Trassen-Klausel für Bayern

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) plant offenbar eine neue Anti-Trassen-Klausel. Damit würde die Planungshoheit des Bundes wieder in Frage gestellt.Die Planung der Stromtrassen liegt eigentlich in der Hand des Bundes. Seehofer will laut Agenturinformationen vom 15. April nun neue Stromtrassen bei Bedarf über das Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP) aushebeln. 


Auf seine Initiative hin soll es künftig eine Anti-Trassen-Klausel in dieser Verordnung geben, nach der „schutzwürdige Landschaftsbereiche“ vom Leitungsbau ausgenommen werden können. Finanzminister Markus Söder (CSU) sagte am 15. April in München: „Ich finde das eine gute Idee.“ Söder ist für das Landesentwicklungsprogramm verantwortlich und stellte die Vorschläge für die Reform vor. Welche Landschaften so schützenswert sind, dass dort keine Stromtrasse gebaut werden darf, soll bis Jahresende das Umweltministerium festlegen.
Damit wird laut Agenturinformationen voraussichtlich eine schwierige Rechtslage entstehen, denn für die Netzplanung ist der Bund zuständig − diesem Gesetz hatte 2013 auch die CSU zugestimmt. Doch nun will Seehofer im bayerischen Landesrecht eine Regelung unterbringen, die die Planungshoheit des Bundes wieder in Frage stellt.
Im derzeit aktuellsten Landesentwicklungsprogramm Bayern vom September 2013 steht, dass die Energieversorgung durch den Um- und Ausbau der Energieinfrastruktur weiterhin sichergestellt werden soll und hierzu gehören auch Energienetze. Die Landesentwicklungspläne dienen in den Bundesländern als Grundlage für die Landesplanung. Zugleich will Söder bestimmte Auflagen für Gemeinden über das LEP lockern: So will er den Bau von Gewerbegebieten an Autobahnausfahrten und vierspurigen Straßen erleichtern. Gebäude für Gewerbe, Handwerk und Tourismus sollen künftig auch außerhalb von Ortschaften errichtet werden können. „Die Grundphilosophie heißt Stärkung des ländlichen Raums“, sagte Söder. „Es muss ein Landesentwicklungs- und kein Verhinderungsprogramm sein.“

Bayerns Ministerpräsident Seehofer widersetzt sich seit dem vergangenen Jahr den gemeinsam beschlossenen Plänen, mit zwei neuen Höchstspannungstrassen den Anschluss von Bayern an Kraftwerke und Erneuerbare-Energien-Anlagen in Nord- und Ostdeutschland zu verbessern. Seehofer hatte wiederholt die Forderung erhoben, die Leitungen dürften nur gebaut werden, wenn zuvor ihre Notwendigkeit nachgewiesen sei. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und alle anderen Ministerpräsidenten mit Ausnahme des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) machen sich dagegen für ein Festhalten an den Netzausbauplänen stark.



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April 15, 2015


Heidi Roider


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Freitag, 17. April 2015

Gabriel verteidigt CO2-Abgabe gegenüber Union





Bild: Fotolia.com, Nicole Effinger




Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat die Notwendigkeit der geplanten Klimaschutzabgabe für alte Kohlekraftwerke bekräftigt. Eine Beschränkung der konventionellen Stromerzeugung muss es demnach auch geben, um einen Anstieg der deutschen Stromexporte zu vermeiden.Ohne den Klimabeitrag, den über 20 Jahre alte fossile Kraftwerke leisten sollen und der laut allgemeiner Einschätzung insbesondere Braunkohle-Anlagen treffen wird, würde der Strom-Exportüberschuss wegen des Zuwachses an erneuerbarer Energie von heute rund 30 TWh pro Jahr auf etwa 50 TWh steigen, heißt es laut Deutscher Presseagentur in einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) auf Fragen der Unionsfraktion im Bundestag.

Den Befürchtungen vor allem in den betroffenen Bundesländern NRW, Brandenburg und Sachsen, es drohe das Ende der Braunkohle, tritt das Ministerium entgegen. Der Großteil der fossilen Stromerzeugung würde demnach unter der CO2-Obergrenze bleiben: Modellrechnungen zeigten, dass 90 % der Stromerzeugung keine zusätzlichen Zertifikate kaufen müssten. Es gebe keine Anzeichen, dass bis zu 11 000 MW an Kapazitäten bei der Braunkohle stillgelegt und viele Jobs gefährdet würden.

Für den Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer bestätigt das Ministerium damit, dass eine CO2-Reduktion bei alten Braunkohlekraftwerken ohne Strukturbrüche machbar sei. „Das Untergangsgeschrei von Union, SPD, Energiekonzernen, Industrie und Gewerkschaften entpuppt sich als reine Panikmache“, so Krischer. Gabriel dürfe hier nicht einknicken, sonst sei dies „ein Offenbarungseid“. Die große Koalition der Braunkohlefreunde müsse akzeptieren, dass die Klimaschutzziele anders nicht zu erreichen seien. Der fossile Kraftwerkspark soll zusätzlich 22 Mio. t CO2 einsparen, um zu gewährleisten, dass Deutschland sein Ziel erreicht, die Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40 % zu senken.
BDEW warnt vor Eingriffen
Der BDEW kritisiert zwar die Gabriel-Vorschläge, steht aber zu dem von der Energiewirtschaft geforderten Beitrag. „Wir akzeptieren diese Prämisse“, sagte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung Hildegard Müller am 13. April auf der Hannover-Messe vor Journalisten. Die Frage sei aber: „Wie macht man das jetzt klug?“ Müller bezweifelt, dass durch weniger Kohleverstromung Gaskraftwerke ans Netz gehen werden. Stattdessen könne es Kohlestrom-Importe aus dem Ausland geben, fürchtet sie. „Was mich an der Debatte stört, ist die Banalisierung der Folgewirkungen“, so Müller. Der BDEW, der angesichts der Investitionsunsicherheit für neue effiziente Kraftwerke und den angemeldeten Stilllegungen vor einem zu starken Rückgang der Erzeugungskapazitäten warnt, sieht eher in der Ausschreibung von Reservekapazitäten einen gangbaren Weg, um den Strukturwandel „zu begleiten“, wie Müller sagt.
Mit dem Gabriel-Vorschlag werde „ein Interventionshebel geschaffen, der beliebig änderbar ist“, meint die Hauptgeschäftsführerin. „Mit einem Federstrich“ könnte es dann weitere Eingriffe geben. Dabei seien auch von der EU-Ebene weitere Belastungen des Kraftwerkssektors, etwa hinsichtlich der Quecksilber-Emissionen, zu erwarten.


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April 14, 2015


Angelika Nikionok-Ehrlich


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Donnerstag, 16. April 2015

VNG mit Generalbevollmächtigten





Bild: Fotolia.com, Gina Sanders


Die Kommission zur Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe hat sich für eine Gleichbehandlung aller möglichen Endlagerstandorte ausgesprochen.Die Endlager-Kommission hat die Ende März von der Bundesregierung beschlossene Verlängerung der Veränderungssperre für den niedersächsischen Salzstock Gorleben scharf kritisiert. Auf einer Anhörung der Arbeitsgruppe 2 der Kommission zur Gorleben-Veränderungssperre forderte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Hubert Steinkemper am 13. April Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium auf, „unverzüglich eine gesetzliche Regelung zu erarbeiten, die eine Gleichbehandlung von Gorleben mit anderen potenziellen Standorten ermöglicht“. Der zweite AG-Vorsitzende Klaus Brunsmeier kritisierte, dass die Bundesregierung die Verlängerung der Gorleben-Veränderungssperre beschlossen und dem Bundesrat zugeleitet habe, obwohl das Thema in der Kommission noch nicht ausreichend genug behandelt worden sei.

Auch der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel erneuerte seine Kritik an dem Vorgehen der Bundesregierung. Niedersachsen lehne eine isolierte Regelung zum Nachteil Gorlebens ab, ließ Wenzel mitteilen. Eine Veränderungssperre allein für Gorleben sei überflüssig und kontraproduktiv, weil eine Offenhaltung dort ohnehin bereits im Standortauswahlgesetz festgelegt sei, so Wenzel. Der niedersächsische Umweltminister erwartet nun, dass die Bundesregierung zeitnah konkrete Vorschläge zur Umsetzung von §13 des Standortauswahlgesetzes vorlege, um eine Gleichbehandlung aller potenziellen Standorte zu ermöglichen.

Bislang gilt allein für Gorleben eine Veränderungssperre, die Nutzungen des dortigen Salzstocks verbietet, wenn diese mit der Errichtung eines Endlagers unvereinbar seien. Den Beschluss der Bundesregierung über eine Verlängerung der im August auslaufenden Veränderungssperre soll der Bundesrat voraussichtlich im Mai beraten.


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April 14, 2014


Kai Eckert


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Dienstag, 14. April 2015

VDMA: Industrielle KWK weiterhin fördern





Bild: Fotolia.com, XtravaganT




Die KWK als Brücke vom Strom- zum Wärmemarkt sollte weiter ausgebaut werden. Die Eigenerzeugung im industriellen Mittelstand dürfe nicht abgewürgt werden, forderte VDMA Power Systems auf der Hannover-Messe.„Den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung muss der Bundeswirtschaftsminister mit einer zielorientierten Politik angehen. Mit den jüngsten Vorschlägen des BMWi würde die KWK ausgerechnet im wichtigen Bereich der industriellen Anwendung bedroht“, sagte Alf Henyk Wulf, Vorstandsvorsitzender von Alstom Deutschland und Mitglied im Energieausschuss des VDMA, bei der Pressekonferenz von VDMA Power Systems am 13. April in Hannover. Davon wäre auch der Maschinen- und Anlagenbau besonders betroffen. Der Verband kritisiert, dass die Bundesregierung das 25-%-Ausbauziel aufgegeben habe.

Unverständnis herrscht hier darüber, dass die KWK zwar in der energieintensiven Industrie wie auch in der öffentlichen Versorgung zwar weiter gefördert werden soll, der industrielle Mittelstand aber hinten herunter fällt. „Wir brauchen den Erhalt des Bonus für die industrielle Eigenstromerzeugung“, betont VDMA Power Systems-Geschäftsführer Matthias Zelinger. Dies sei mindestens notwendig, bis mit der EU geklärt sei, wie nach 2016 mit der EEG-Umlage für Eigenstromanlagen verfahren werden soll. Denn mit den angedachten Maßnahmen zur KWKG-Novelle würden sich die Amortisationszeiten von bisher zwei bis drei Jahren auf vier bis fünf Jahre verlängern. Die KWK stehe aber im Wettbewerb mit anderen Investitionen der Unternehmen, so dass zu befürchten sei, dass es hier zu einem Stillstand komme. Zudem habe das BMWi bei der letzten EEG-Novelle zugesichert, die Belastung durch die EEG-Umlage für die Eigenstromerzeugung durch entsprechende Anpassung des KWK-Bonus auszugleichen.


Beim Verband verweist man auf die erheblichen CO2-Einsparungen durch die KWK, 2013 waren es insgesamt 56 Mio. t. Hingegen klammerten die Eckpunkte des Bundeswirtschaftsministeriums zur KWKG-Novelle das Thema Effizienz und Klimaschutz im Wärmemarkt völlig aus, kritisiert Thoralf Lemke, Marketing-Direktor des KWK-Anlagenherstellers Caterpillar Energy Solutions. Dass Minister Sigmar Gabriel alte ineffiziente Kraftwerke mit Zusatzkosten belasten will, findet man nicht grundsätzlich falsch, doch müsse dies „ordnungspolitisch sauber“ geschehen, betonen Wulf und Zelinger. Sie räumen aber ein: „Wenn diese alten Kraftwerke aus dem Markt gehen, wird das einen positiven Effekt auf das Gesamtsystem haben.“ Denn dann würden moderne hocheffiziente Anlagen mehr Strom produzieren können und Investitionen in solche Anlagen wieder lohnender.


Systemwechsel ja, aber Planbarkeit und Verlässlichkeit



Klar positioniert man sich bei VDMA Power Systems auch zur weiteren Entwicklung des Strommarktes und zu den geplanten Ausschreibungen für die erneuerbaren Energien. Eine konsequente Flexibilisierung des Stromsystems wird begrüßt, ebenso der Verzicht auf einen Kapazitätsmarkt. Bei Ausschreibungen für die Erneuerbaren müsse gewährleistet werden, dass die Ausbauziele sicher erreicht werden, dass der Wettbewerb erhalten bleibe und dass keine Investitionslücke entstehe. „Es darf keinen Bruch geben“, betont Wulf.

Auch die Innovationsfähigkeit müsse erhalten bleiben, vor allem mit Blick auf die internationale Konkurrenz und den Export, vor allem von Windkraftanlagen. „Systemdienstleistungen sollten belohnt werden“, so Wulf, und auch Test von Prototypen müssten möglich sein. So sollten Windenergieanlagen an Land mit innovativen Technologien auch an weniger ertragreichen Standorten gefördert werden. Für Offshore-Anlagen sollte bei Ausschreibungen die Synchronisierung der Installation mit dem Netzanschluss erfolgen.



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April 13, 2015


Angelika Nikionok-Ehrlich


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Neue Sparwelle bei RWE

Angesichts der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen will der Essener RWE-Konzern weitere Kosten sparen und verschärft seine Effizienzprogramme.Mit dem neuen Projekt “Lean Streering 2.0″ (schlanke Steuerung) will RWE die Kosten in der Konzernverwaltung weiter senken. In einigen Bereichen seien bis zu 30 % Einsparungen angedacht, berichtet das Handelsblatt (Ausgabe 13. April). In einem internen Mitarbeiterschreiben, das der Zeitung vorliegt, kündigt RWE mindestens zwei Wellen der Maßnahmen an: Bereits Mitte April soll die erste Welle die Bereiche Controlling, Strategie & Unternehmensentwicklung und Personalwirtschaft erfassen, Ende Juni werden die Maßnahmen auf die Bereiche Recht und Compliance, Risikomanagement und Corporate Affairs ausgeweitet. “Die zentrale Frage des Projektes ist: Welche Endprodukte und Dienstleistungen sind wirklich notwendig, um unser Geschäft erfolgreich zu betreiben”, zitiert das Handelsblatt aus dem RWE-Schreiben.

Eine offizielle Stellungnahme von RWE liegt bislang nicht vor. Am 23. April wird in der Essener Grugahalle die Jahreshauptversammlung des Konzerns stattfinden.




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April 13, 2015


Andreas Kögler


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Donnerstag, 9. April 2015

Mehr Kapazität zwischen Deutschland und Dänemark





Bild: Peter Holz 


Die beiden Übertragungsnetzbetreiber TenneT und Energinet.dk wollen die Übertragungskapazität für die Stromverbindung zwischen Deutschland und Dänemark erhöhen.Die grenzüberschreitende Stromleitung zwischen dem dänischen Kassö und Dollern in Niedersachsen soll verstärkt und ausgebaut werden. Wie TenneT und Energinet.dk am 8. April mitteilten, werde die Übertragungskapazität auf 2 500 MW erhöht. Derzeit können bis zu 1 500 MW in Richtung Norden und bis zu 1 780 MW in südlicher Richtung übertragen werden. Mit der Leitung werde die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Dänemark und Schleswig-Holstein mit den Lastzentren im Großraum Hamburg und in Niedersachsen verbunden, so die Unternehmen. Der auf deutscher Seite liegende Teil der Verbindung soll voraussichtlich 2019 betriebsbereit sein, ein Jahr später soll die gesamte Leitung mit einer Länge von rund 150 km verfügbar sein.


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April 08, 2015

Andreas Kögler

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Sonntag, 5. April 2015

BMWi startet neue Forschungsnetzwerke

Bild: Fotolia.com, Tom-Hanisch
Mit den beiden neuen Forschungsnetzwerken will das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) die Ergebnisse der Energieforschung an Akteure der Energiewende weitergeben.Am 27. März wurden vom BMWi die neuen Forschungsnetzwerke "Stromnetze" und "Energiesystemanalyse" gestartet. Als Schnittstelle zwischen Forschung, Praxis und Politik sollen die Netzwerke dazu beitragen, praxisnahe Förderstrategien zu beraten und neue Maßnahmen zu korrigieren. "Für den erfolgreichen Umbau des Energiesystems hin zu mehr Energieeffizienz und der Integration erneuerbarer Energien sind erhebliche technologische Fortschritte und Innovationen unverzichtbar. Die Energieforschung ist und bleibt ein Wegbereiter der Energiewende und ein strategisches Element der Energiepolitik", erklärte BMWi-Staatssekretär Rainer Baake. Am 12. Mai soll die Gründungsveranstaltung für das Forschungsnetzwerk Stromnetze stattfinden. In Berlin treffen sich am 27. März über 190 Mitglieder des Forschungsnetzwerks Energie in Gebäuden und Quartieren zur ersten Jahreskonferenz. Die Gründung der Forschungsnetzwerke ist zugleich der Start für die beiden neuen Förderaufrufe „Leistungselektronik in Stromnetzen“ und „Energiesystemanalyse“. Sie ergänzen und vertiefen die Förderbekanntmachung des BMWi vom 8. Dezember 2014.

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März 27, 2015

Andreas Kögler

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Donnerstag, 2. April 2015

Gemeinsam für eine effektive Energie- und Klimapolitik

Bild: Fotolia.com, kreatik

Deutschland und Frankreich wollen in der Energie- und Klimapolitik enger zusammenarbeiten und der EU-Kommission gemeinsam beim Aufbau der Energieunion helfen.Das geht aus einer gemeinsamen Energieerklärung hervor, die die französische Energieministerin Ségolène Royal und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sowie Bundesumweltministerin Barbara Hendricks am 31. März beim EU-Ministerrat unterzeichnet haben. Darin werden die politischen Leitlinien der beiden Staaten in der Energie- und Klimapolitik skizziert. So soll die EU-Kommission beim Aufbau einer „belastbaren Energieunion“ und eines „integrierten, den gesamten Kontinent umfassenden Energiesystems“ unterstützt werden. Beide Regierungen sprechen sich deshalb für den Ausbau der Übertragungsnetze und der Interkonnektoren aus und wollen eine Reihe weitere Maßnahmen im EU-Strommarkt umsetzen. Als Beispiele werden in dem Dokument eine intensivere regionale Zusammenarbeit sowie verstärkte Marktkopplungen und die Flexibilisierung von Angebot und Nachfrage genannt. Der bilaterale Stromhandel soll uneingeschränkt, also auch zu Zeiten der Stromknappheit möglich sein. Für neue Anreize zum Ausbau der erneuerbaren Energien sprechen sich Deutschland und Frankreich für einen EU-Fonds für Kooperationsprojekte aus. Außerdem sollen die Energielieferbeziehungen der EU diversifiziert sowie der Bezug von verflüssigtem Erdgas (LNG) „zur Notversorgung in Krisensituationen, und als Abschreckungsmittel“ geprüft werden.

In der Klimapolitik sprechen sich Deutschland und Frankreich für eine Dekarbonisierung der Wirtschaft aus. Diese müsse die „oberste Priorität“ haben. Dies schließe auch eine ambitionierte Reform des EU-Emissionshandels mit ein. Beide Staaten setzen sich für eine vorgezogene Einführung der Marktstabilitätsreserve 2017 ein. Sie wollen die EU-Emissionsrechte aus dem Backloading direkt in die neue Marktstabilitätsreserve überführen. Zudem soll das EU-Effizienzziel für 2030 von 27 auf 30 % angehoben werden.
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April 01, 2014

Kai Eckert

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Repower weiter im Minus

Bild: Fotolia.com, Rynio Productions

Trotz höherer Umsätze im Strom- und Gasgeschäft hat die Schweizer Repower das Geschäftsjahr 2014 erneut mit einem Verlust abgeschlossen.Wie der Schweizer Versorger Repower am 31. März mitteilte, lag die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2014 bei 2,273 Mrd. Schweizer Franken (CHF). Im Vorjahr konnte noch eine Gesamtleistung von 2,365 Mrd. CHF ausgewiesen werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wurde von 74 auf 77 Mio. CHF erhöht, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) belief sich auf 26 Mio. CHF (Vorjahr -150 Mio. CHF). Der Gruppengewinn lag bei -33 Mio. CHF nach einem Vorjahresergebnis von -152 Mio. CHF. Neben den niedrigen Strompreisen und Wechselkurseffekten sei das Ergebnis auch durch Rückstellungen für Langfristverträge belastet worden, so das Unternehmen.

Das Stromgeschäft lag mit 17,423 TWh leicht über dem Vorjahreswert, sowohl im Handel (+ 4 %) als auch in Versorgung und Vertrieb (+1 %) wurde mehr abgesetzt. Der Gasabsatz konnte im vergangenen Jahr um 41 % ausgeweitet werden: Der Vertrieb an Endkunden wurde um 7 % auf 223 Mio. m3 und der Handel um 47 % auf 1,9 Mrd. m3 gesteigert. Das Gasgeschäft erhält bei Repower Italien damit wachsenden Stellenwert. Der Repower-Gashandel in Mailand führte 2014 die bereits gruppenweit im Stromhandel eingesetzte Handelsplattform ein, erwarb zur Erhöhung der Flexibilität für 2015 und 2016 Speicherkapazität in den Niederlanden und arbeitet daran, sich ein Portfolio an Großhandelskunden aufzubauen.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Repower ein operatives Ergebnis unter dem Vorjahreswert. (1 CHF = 0,9558 Euro, Wechselkurs 31. März 2015)

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März 31,  2015

Andreas Kögler

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